Franz-Schubert-Straße bekommt neue Radfahrstreifen

SCHWEINFURT – In der Franz-Schubert-Straße nördlich der Carl-Gustav-Carus-Allee sollen künftig beidseitig Radfahrstreifen eingerichtet werden. Der Bau- und Umweltausschuss hat die entsprechende Planung einstimmig beschlossen.
Die Maßnahme ist Teil des laufenden Programms zur Umsetzung des Radverkehrskonzepts. Die Franz-Schubert-Straße zählt mit täglich rund 620 bis 680 Radfahrerinnen und Radfahrern zu den wichtigen Hauptrouten im Schweinfurter Radverkehrsnetz.

Die bestehenden Radwege im Gehwegbereich sind nach Angaben der Stadt zu schmal. Teilweise sind sie zudem durch Baumwurzeln beschädigt. Eine Verbreiterung ist aufgrund der vorhandenen Baumallee nicht möglich. Gleichzeitig nehmen die Radverkehrszahlen zu. Auch der zunehmende Autoverkehr durch neue Ansiedlungen auf den ehemaligen amerikanischen Liegenschaften führt zu zusätzlichen Anforderungen an die Verkehrssicherheit.

Ein weiteres Problem sieht die Stadt in sogenannten Geisterradlern. Insbesondere auf der Westseite wird der bestehende Radweg teilweise entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung genutzt. Die neuen Radfahrstreifen sollen für bessere Sichtbarkeit und mehr Sicherheit sorgen.
Mehr Platz für Fußgänger
Durch die neue Verkehrsführung werden Radfahrende auf der Fahrbahn besser wahrgenommen und erhalten größeren Abstand zu Grundstückszufahrten. Auf der Westseite entfallen zudem parkende Fahrzeuge als Sichtbehinderung. Dadurch können ausfahrende Fahrzeuge weiter in den Straßenraum vorfahren und den Verkehr besser überblicken.
Für Fußgängerinnen und Fußgänger steht der Seitenraum hinter den Bäumen künftig allein zur Verfügung. In einigen Bereichen kann der Grünstreifen durch den Wegfall des bisherigen Radwegs zudem etwas verbreitert werden.
Weniger Parkplätze
Für die Einrichtung der Radfahrstreifen muss das Parken künftig auf die Ostseite der Franz-Schubert-Straße beschränkt werden. Das Abstellen von Lastzügen und Lkw-Anhängern soll vollständig untersagt werden.
Damit verringert sich das vorhandene Parkplatzangebot. Verkehrsteilnehmer müssen deshalb teilweise längere Wege zu ihren Fahrzeugen in Kauf nehmen oder vorhandene Stellplätze auf den eigenen Grundstücken stärker nutzen.
Fahrbahn bleibt ausreichend breit
Für den Kfz-Verkehr bleibt in der Straßenmitte durchgehend eine Fahrbahnbreite von mehr als sechs Metern erhalten. Die Radfahrstreifen verändern jedoch die optische Wirkung des Straßenraums und sollen dadurch zu einer leichten Entschleunigung des Verkehrs beitragen.
Im Bereich des Seniorenheims gilt bereits eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.
Querungshilfe soll folgen
In einem zweiten Schritt soll voraussichtlich im kommenden Jahr auf Höhe der Carl-Gustav-Carus-Allee eine Querungshilfe entstehen. Sie soll die Fahrradstraße Schelmsrasen – Theodor-Fischer-Platz an die Carl-Gustav-Carus-Allee und den I-Campus anbinden. Eine gleichzeitige Umsetzung mit den Radfahrstreifen ist aufgrund der schwierigen Haushaltslage derzeit nicht möglich.
Für den Abschnitt zwischen der Carl-Gustav-Carus-Allee und der Niederwerrner Straße sind zunächst keine Änderungen vorgesehen. Langfristig ist dort ein Ausbau des Radwegs im Seitenraum auf der I-Campus-Seite vorgesehen.

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