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Manchmal fährt auch ein Papagei mit: Aus dem Alltag eines Busfahrers der Schweinfurter Verkehrsbetriebe

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Schweinfurt – 60 Busfahrer und momentan sieben weibliche Kolleginnen haben die Stadtwerke Schweinfurt bei den Verkehrsbetrieben beschäftigt. Sie bekamen unlängst eine neue Dienstkleidung, die richtig gut ankommt. Einer der vielen Männer fährt schon seit 22 Jahren Stadtbus. Und so sieht ein typischer Tag bei ihm aus

Es kommt öfters mal vor, dass Werner Ludwigs Arbeitstag bereits um halb fünf Uhr morgens beginnt. Seine Wochenpläne in einem Büchlein listen die Dienstzeiten genau auf. In der Wagenhalle holt der im Landkreis wohnende Familienvater dann seinen Bus ab, steuert den Roßmarkt an oder begibt sich gleich auf die erste Tour, beispielsweise nach Gochsheim, um dort Arbeiter abzuholen, deren Schicht frühmorgens beginnt. Neun Stunden maximale Lenkzeit am Tag lässt das Gesetz zu. Arbeitet er ab frühmorgens, endet der Tagesdienst meist schon um 13 Uhr. Oft aber fährt er morgens, hat dann vier Stunden frei und arbeitet dann nochmals bis 19 Uhr.

Spätdienste dauern dann auch schon mal bis nach Mitternacht. Drei von vier Samstagen hat Ludwig Dienst, fährt jedes vierte Wochenende komplett. „Zwei freie Tage pro Woche habe ich trotzdem“, erzählt der gelernte Kfz-Mechaniker, der beim städtischen Bauhof im Fahrdienst arbeitete und vor inzwischen 22 Jahren zu den Stadtwerken kam. 38,5 Stunden pro Woche ist er Busfahrer, „und wenn ich dann unter der Woche frei habe, dann lege ich mich halt auch mal tagsüber in den Garten, auch wenn die Nachbarn komisch schauen“, sagt er lachend. „Flexibel muss man in dem Job aber sein.“ Als Ludwig heiratete, da war er bereits Busfahrer. Er und seine als Krankenschwester arbeitende Frau versuchen gegenseitig, ihre Monatspläne abzugleichen und anzupassen, um möglichst viel Freizeit zusammen zu verbringen

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Nicht selten vergessen Fahrgäste etwas im Stadtbus. Handys, Mützen, Regenschirme oder Geldbörsen bleiben öfters mal liegen, „manchmal auch ganze Einkaufstüten mit Lebensmittel“, weiß Ludwig. Ob er sich an ein ganz kurioses Erlebnis seiner bislang 22 Jahre erinnert? „Da war ein älteres Ehepaar, das täglich unsere Busse vom Deutschhof in die Stadt und zurück benutzte. Die beiden hatten sich nach dem Verlust Ihres Hundes einen Papagei gekauft. Als beide am Deutschhof ausgestiegen sind, ist der Mann mit dem großen Käfig in den Armen an der dritten Türe im Gelenkbus, die selbsttätig schließt, wenn die unterste Stufe nicht belastet ist, voraus gegangen und die Frau, die den Käfig mit trug, etwas zu langsam hinten nach. Als sie dann so auf der vorletzten Stufe stand, hat sich die Türe geschlossen, so dass die Schachtel mit dem Papagei schon außerhalb des Busses war und der Rest der Frau noch drinnen. Der Papagei hat aber alles ohne Schrammen überlebt.“

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Zum Glück kommt sowas Aufregendes nicht oft vor. Viel lieber macht sich Ludwig auf seine Lieblingstour nach Schonungen. „Weil ich es mag, den Main entlang und die enge Straße oben am Mainblick zu fahren, wo man zirkeln muss. Da gibt´s dann schon mal ein Lob von den Fahrgästen. Überhaupt freue ich mich, wenn die Leute freundlich sind und einen guten Tag wünschen.“ Gespräche mit dem Busfahrer sind an sich nicht erlaubt. „Ich wechsle natürlich aber trotzdem gerne ein paar Worte, gebe Auskunft, wenn jemand Fragen hat zu Tarifen oder zum Umsteigen“, sagt Ludwig. Ein Mal aber wies er eine Dame mit Einzelfahrscheinen darauf hin, dass sie mit einer Achter- oder einer Wochenkarte günstiger fahren würde. “ Sie entgegnete“, grinst Ludwig, „sie könne sich das leisten und es geht mich auch nichts an. Da bin ich ganz schön ins Fettnäpfchen getreten.“

Der Bordcomputer zeigt genau an, ob der Fahrer pünktlich unterwegs ist. Bei der Pressefahrt nach Hambach und zurück lag Ludwig ein paar wenige Minuten hinter dem Plan. „Wir bemühen uns natürlich, die Zeiten einzuhalten. Aus verkehrstechnischen Gründen ist das aber oft nicht möglich“, berichtet er und nennt beispielsweise ausladende LKWs oder falsch parkende Pkws als Hindernis, an dem man so einfach nicht vorbei kommt. Letztlich holte er die fehlende Zeit fast wieder auf und war nahezu pünktlich am Roßmarkt zurück. So wie zuvor schon nach der Tour in die Gartenstadt. Dann stand eine kleine Pause an, ehe die Fahrt am Nachmittag zunächst nach Oberwerrn führte. Alltag eines Busfahrers…

Busfahrerinnen und Busfahrer mit neuer Dienstkleidung unterwegs
„Sauberes Auftreten ist auch eine Imagesache, ist sich Werner Ludwig sicher, „bis jetzt kommt die neue Dienstkleidung richtig gut an“, so sein erster Eindruck. Alle Fahrer der Stadtwerke und auch die Buslenker der Anmietunternehmen wurden ab dem 1. Januar diesen Jahres mit einer Dienstkleidung ausgestattet. Ein Hemd mit Logo, Krawatte, Pullover, Diensthose sowie eine Dienstjacke tragen die Busfahrer. Bei ihren weiblichen Kolleginnen ersetzt ein grünes Tuch die Krawatte. „Ich finde die Kleidung schön. Das Tuch passt zu den Bussen, denn die sind ja auch grün. Außerdem muss ich jetzt frühmorgens nicht mehr vor dem Schrank stehen und überlegen, was ich anziehe“, lacht Marion Reichl.

Mit der Bayerischen Ehrenamtskarte günstiger busfahren
Wer die Bayerische Ehrenamtskarte besitzt, kommt im Freistaat in den Genuss vieler Vergünstigungen. Nachlässe gibt es beispielsweise für eine Schifffahrt auf dem Königssee oder den Besuch von Schloss Neuschwanstein. Auch Stadt und Landkreis Schweinfurt führen diese Karte nun ein. Neben dem kostenlosen Eintritt ins Museum Georg Schäfer, in die Kunsthalle und die Museen sowie Galerien der Stadt, gilt für die Inhaber auch eine Vergünstigung im Stadtbusbetrieb der Stadtwerke Schweinfurt. So kostet die Monatskarte der Tarifzone 1 ab dem 1. März 2012 für Inhaber der Ehrenamtskarte künftig nur noch 22,50 Euro. Weitere Informationen zur Ehrenamtskarte gibt es im Internet auf den Seiten des Bürgerservice der Stadt Schweinfurt.

Diesen Beitrag stellten uns freundlicherweise die Stadtwerke Schweinfurt zur Verfügung. Texte und Fotos sind Bestandteil des soeben erschienenen neuen SWJournals.

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