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Bedeutung von Krediten für lokale Unternehmen und Projekte

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Ob in Schweinfurt oder anderswo in Deutschland – Unternehmen oder lokale Projekte können sich häufig nicht aus eigenen Mitteln finanzieren, zumindest dann nicht, wenn sie noch am Anfang stehen. Aber auch für Expansionen bereits etablierter Unternehmen und Projekte wird oft frisches Kapital benötigt.

Sind Kredite im lokalen Bereich eine Erfindung der Neuzeit?

Mitnichten! Kredite gibt es fast schon so lange, wie es auch Geld auf der Erde gibt. Schon im antiken Griechenland waren es die Pfandleiher, welche insbesondere in großen Städten Geld verliehen und dafür entsprechende Gebühren einforderten. Es waren zu dieser Zeit vor allem die Juden, die diesen Geschäften nachgingen, da für Christen über viele Jahrhunderte das sogenannte Zinsverbot bestand. Die katholische Kirche erlaubte ihren Angehörigen nicht, für das Verleihen von Geld Gebühren – also Zinsen – zu berechnen.

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Im Mittelalter kamen dann die Warenkredite in Mode. Diese Kredite bestanden nicht aus der Leihgabe von Geld, sondern von Waren aller Art. Zurückgezahlt wurden sie ebenfalls durch das Übergeben von Waren. Sehr verbreitet war zu dieser Zeit beispielsweise das Leihen von Saatgut, welches die Bauern von ihren Lehnsherren erhielten. Nach der Ernte im Herbst zahlten sie schließlich den geliehenen Teil inklusive eines festgelegten Zins-Obolus zurück. Da die meisten Bauern zu dieser Zeit abhängig von ihren Lehnsherren waren, spricht man hierbei auch von einer Zinsherrschaft.

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Schon im ausgehenden Mittelalter wurden die ersten Banken gegründet. Im Laufe der Zeit begannen sie damit, spezielle Kreditbriefe herauszugeben, mit denen der Kreditnehmer nicht nur an einer Stelle Kredit bekommen konnte, sondern bei jedem Kaufmann und jeder anderen Institution, die sich diesem System angeschlossen hatten. Wie man sieht, ist die Geschichte des Kredites unmittelbar mit der Entwicklung des Geldes verknüpft.

Bis weit ins 20. Jahrhundert war die Möglichkeit, einen Kredit aufzunehmen, jedoch ein Privileg der überwiegend wohlhabenden Bevölkerung. Arme Menschen, die einen solchen Kredit eigentlich viel nötiger gebraucht hätten, erhielten erst gar nicht die Gelegenheit zur Aufnahme. Dies änderte sich, als nach Ende des Zweiten Weltkriegs die Nutzung von Bankdienstleistungen und Konten auch für den kleinen Bürger obligatorisch wurde. Fortan wurde der Lohn nicht mehr in der Lohntüte, sondern durch Überweisung auf ein Konto ausgezahlt. Gleichzeitig räumten die Banken ihren Kunden die Möglichkeit ein, das Konto zu überziehen, also einen entsprechenden Kredit in Anspruch zu nehmen.

Heute gehören Kredite ganz selbstverständlich zu unserem täglichen Leben. Privatpersonen finanzieren damit Immobilien, Autos, aber auch kleinere Anschaffungen wie Möbel und mitunter sogar den Jahresurlaub. Unternehmen dagegen expandieren unter Zuhilfenahme von Krediten, finanzieren Waren und Rohstoffe vor oder retten sich durch wirtschaftlich schlechte Zeiten.

Welche Kreditformen kommen für Unternehmen infrage?

Die Finanzierung spielt eine entscheidende Rolle in der Entwicklung und dem Erfolg von Unternehmen. Eine der traditionellen und häufig genutzten Finanzierungsoptionen sind Bankkredite. Hier werden wir uns genauer mit zwei Hauptkategorien von Bankkrediten befassen: Betriebsmittelkredite und Investitionskredite.

Der Betriebsmittelkredit

Betriebsmittelkredite sind kurzfristige Finanzierungslösungen, die Unternehmen dabei helfen, ihre laufenden Geschäftsausgaben zu decken. Sie können z. B. zur Bezahlung von Lieferanten, Lohnkosten oder andere betriebliche Aufwendungen verwendet werden. Entsprechende Kredite sind entscheidend, um die Liquidität eines Unternehmens zu sichern und für einen reibungslosen Geschäftsbetrieb zu sorgen.

Betriebsmittelkredite haben typischerweise kurze Laufzeiten, da sie darauf ausgerichtet sind, kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Sie zeichnen sich außerdem durch Flexibilität aus – Unternehmen können Betriebsmittelkredite je nach Bedarf in Anspruch nehmen und müssen nicht das gesamte genehmigte Darlehen sofort abrufen. Die Zinssätze können variabel oder fest sein, abhängig von den vereinbarten Bedingungen.

Investitionskredit

Investitionskredite sind langfristige Finanzierungslösungen, die darauf abzielen, größere Anschaffungen wie Maschinen, Ausrüstungen oder Immobilien zu finanzieren. Solche Kredite bieten Unternehmen die Möglichkeit, langfristige Investitionen zu tätigen und ihre Produktionskapazitäten zu erweitern. Im Gegensatz zu Betriebsmittelkrediten erstrecken sich Investitionskredite über einen längeren Zeitraum, oft mehrere Jahre. Da es sich um größere Beträge handelt, verlangen Banken oft Sicherheiten, um das Risiko zu mindern.

Wichtig zu wissen: Investitionskredite sind zweckgebunden und können nur für vorher festgelegte Investitionen verwendet werden.

Die Beantragung von Betriebsmittel und Investitionskrediten erfordert eine sorgfältige Planung und Vorbereitung. Unternehmen müssen in der Regel einen detaillierten Businessplan vorlegen, der ihre finanzielle Stabilität, Rückzahlungsfähigkeit und den Verwendungszweck des Kredits darlegt. Die Zinssätze variieren je nach Bonität und wirtschaftlichem Umfeld des Unternehmens.

Übrigens: Ebenso wie Privatpersonen durch einen Kredit ihr Haus bestenfalls sanieren können, steht auch für Unternehmen die Möglichkeit offen, durch Investitionskredite beispielsweise Betriebsgebäude zu sanieren oder zu erweitern.

Leasing als Finanzierungsoption für Unternehmen

Leasing ist eine flexible und daher immer beliebtere Finanzierungsform für Unternehmen, die den Erwerb von Vermögenswerten ermöglicht, ohne diese sofort kaufen zu müssen. nachfolgend werfen wir einen genaueren Blick auf zwei wichtige Arten des Leasings: Operatives Leasing und Finanzierungsleasing.

Operatives Leasing

Das sogenannte Operative Leasing stellt eine kurz- bis mittelfristige Vereinbarung dar, bei der ein Unternehmen Vermögenswerte von einem Leasinggeber mietet. Anders als beim Finanzierungsleasing erwirbt der Mieter keine Eigentumsrechte am Vermögenswert, sondern nutzt ihn für einen vorher festgelegten Zeitraum. Typische operative Leasingobjekte sind Fahrzeuge, Maschinen oder IT-Ausrüstungen. Weitere Merkmale des operativen Leasings sind:

  • Flexibilität: Unternehmen können Vermögenswerte nutzen, ohne sie langfristig zu besitzen. Nach Ablauf des Leasingvertrags können sie die Ausrüstung zurückgeben, erneuern oder kaufen.
  • Wartung: Oft ist der Leasinggeber für die Wartung und Instandhaltung der Vermögenswerte verantwortlich, was dem Mieter zusätzliche Kosten und Verantwortlichkeiten erspart.
  • Bilanzierung: Da der Mieter den Vermögenswert nicht besitzt, wird er nicht in der Bilanz aufgeführt, was sich positiv auf die Bilanzkennzahlen auswirkt.

Finanzierungsleasing

Im Gegensatz zum operativen Leasing gibt das Finanzierungsleasing dem Leasingnehmer die Möglichkeit, am Ende der Leasinglaufzeit das Eigentum an der geleasten Ausrüstung zu erwerben. Dies ist besonders nützlich für Unternehmen, die langfristig von bestimmten Vermögenswerten profitieren wollen.

Typische Merkmale des Finanzierungsleasings sind:

  • Kaufoption: Am Ende der Leasingperiode kann der Mieter die Ausrüstung zu einem vorher vereinbarten Preis kaufen, was eine langfristige Investition ermöglicht.
  • Bilanzierung: Im Vergleich zum operativen Leasing wird der Vermögenswert in der Bilanz des Leasingnehmers aufgeführt. Das Unternehmen profitiert jedoch auch von den Abschreibungsmöglichkeiten.
  • Sicherheiten: Meist trägt der Leasingnehmer das Risiko der Instandhaltung und Versicherung des Vermögenswerts.

Abschluss von Leasingverträgen

Dem Abschluss von Leasingverträgen sollte stets – ähnlich wie bei Bankkrediten – eine sorgfältige Prüfung vorausgehen. Der Leasinggeber wird die Bonität des Mieters sowie den Verwendungszweck der geleasten Ausrüstung berücksichtigen. Die monatlichen Leasingraten fallen je nach Art des Leasings und der Laufzeit unterschiedlich aus.

Weitere Wege für lokale Unternehmen, um an Kapital zu kommen

Kredite und die verschiedenen Formen des Leasings stellen längst nicht die einzigen Möglichkeiten für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler dar, an Kapital zu kommen. Je nachdem, welche Ziele durch die Fremdfinanzierung verfolgt werden sollen, bieten sich diverse weitere Finanzinstrumente und Kapitalquellen an. Einige davon möchten wir im Folgenden stichpunktartig vorstellen:

Factoring

  • Full-Service-Factoring: Unternehmen verkaufen ihre Forderungen an ein Factoring-Unternehmen, das für die Einziehung verantwortlich ist. Dies verbessert die Liquidität, reduziert das Risiko von Zahlungsausfällen und ermöglicht eine effizientere Forderungsverwaltung.
  • Inhouse-Factoring: Unternehmen behalten die Verwaltung ihrer Forderungen, verkaufen jedoch einzelne Forderungen an ein Factoring-Unternehmen, um sofortige Liquidität zu erhalten.

Wagniskapital (Venture Capital)

  • Frühphasenfinanzierung: Investitionen in Start-ups in der frühen Phase, um deren Entwicklung zu fördern.
  • Wachstumsfinanzierung: Finanzierung für etablierte Unternehmen, um ihre Expansion und Weiterentwicklung zu unterstützen.

Private Equity

  • Buyout-Finanzierung: Investoren erwerben das Unternehmen, oft mit dem Ziel, es zu restrukturieren und profitabler zu machen.
  • Wachstumskapital: Kapital wird einem Unternehmen zugeführt, um dessen Wachstum zu beschleunigen, jedoch ohne die Kontrolle zu übernehmen.

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