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Würzburg behauptet sich als starkes Reiseziel: Tourismus bleibt wichtiger Wirtschaftsfaktor

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WÜRZBURG – Der Tourismus bleibt auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein stabiler Motor für die Stadt. Bis einschließlich Mai 2026 verzeichnete Würzburg ein Plus von fünf Prozent bei den Übernachtungen. Besonders stark entwickelte sich der internationale Gästebereich mit einem Zuwachs von 7,6 Prozent. Zudem gehört Würzburg bei der Zimmerauslastung zu den Top 5 der deutschen Großstädte. Die aktuellen Zahlen bestätigen die Bedeutung der Stadt als attraktives Reiseziel.

Oberbürgermeister Martin Heilig sieht in der Entwicklung eine Bestätigung für die Stärke Würzburgs: „Würzburg zeigt gerade, was in dieser Stadt steckt. Die Menschen kommen nicht nur wegen unserer Sehenswürdigkeiten und Kongresse zu uns, sondern weil sie die Stadt erleben und sich hier wohlfühlen.“ Einen wichtigen Anteil daran hätten die vielen Menschen in Hotels, Gastronomie, Kultur und weiteren Bereichen, die täglich zum positiven Eindruck der Gäste beitragen.

Verändertes Reiseverhalten stärkt regionale Ziele

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Die positive Entwicklung fällt in eine Zeit, in der sich das Reiseverhalten vieler Menschen verändert. Nach Einschätzung von Tourismusdirektor Björn Rudek entscheiden sich Gäste zunehmend für kurzfristigere Reisen und bevorzugen gut erreichbare Ziele im Inland oder innerhalb Europas.

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„Von der gegenwärtigen Entwicklung kann Würzburg als gut erreichbares Ziel im Herzen Europas profitieren“, erklärt Rudek. Gleichzeitig bleibe die Prognose für das laufende Jahr mit Unsicherheiten verbunden. Vor allem digitale Buchungswege sorgten zwar für mehr Flexibilität, führten aber auch zu kurzfristigeren Stornierungen und erschwerten die Planung für die touristische Branche.

Stadt setzt weiter auf Tourismusförderung

Oberbürgermeister Martin Heilig betont die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für Würzburg. Dieser sei weit mehr als eine Begleiterscheinung, sondern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und ein prägendes Element für die Lebendigkeit der Stadt.

„Guter Tourismus braucht eine Stadt, die in ihre Attraktivität investiert“, so Heilig. Trotz angespannter Haushaltslage wolle Würzburg weiterhin an der Tourismusförderung festhalten, da diese einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Stadt leiste.

Kritisch bewertet der Oberbürgermeister die unterschiedlichen Rahmenbedingungen deutscher Städte. Während andere Kommunen über eine Bettensteuer zusätzliche Einnahmen für touristische Infrastruktur generieren könnten, bestehe diese Möglichkeit in Bayern nicht. Um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben, müsse über diese Unterschiede gesprochen werden.

Tourismus stärkt Wirtschaft und Lebensqualität

Der Tourismus ist ein bedeutender Bestandteil der heimischen Wirtschaft. Er sichert Arbeitsplätze in Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel, schafft Aufträge für Handwerksbetriebe und sorgt für Umsätze, die direkt in der Region wirken.

Im Jahr 2024 entfielen auf den Tourismus in Würzburg rund 10.000 Arbeitsplätze und ein touristischer Bruttoumsatz von etwa 700 Millionen Euro. Damit ist der Bereich ein wichtiger Pfeiler des Wirtschaftsstandorts und trägt zugleich zur hohen Lebensqualität in der Stadt bei – von der Innenstadt über Kulturangebote bis hin zu Veranstaltungen, Gastronomie und Freizeitmöglichkeiten.


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