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Sammelstelle ermöglicht besseren Schutz vor Ausbreitung von Tierkrankheiten

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NIEDERWERRN – Seit Mitte Dezember steht die Tierseuchen-Verwahrstelle auf dem Gelände des Kreisbauhofs Niederwerrn der Jägerschaft auch als offizielle Konfiskatsammelstelle zur Verfügung. Durch ein ehrenamtliches Engagement der Jäger Wolfgang Zeißner, Helmut Brand, Günter Winkler und Jochen Bienmüller wird der Betrieb der Anlage sichergestellt, was einen wesentlichen Fortschritt in der regionalen Seuchenprophylaxe bedeutet. Der Landkreis Schweinfurt trägt dabei die anfallenden Kosten für die Entsorgung der tierischen Nebenprodukte sowie für Energie, Wasser und Desinfektionsmittel.

Landrat Florian Töpper würdigte bei einem Vor-Ort-Termin die Bereitschaft der Jäger, die Betreuung der Sammelstelle zu übernehmen. Die Ehrenamtlichen überwachen die hygienische Entsorgung, koordinieren die Abholung durch die Tierkörperverwertung Unterfranken und sind für die regelmäßige Reinigung und Desinfektion der Kühleinrichtungen zuständig. Dieser Einsatz sei laut Töpper ein wichtiger Baustein im Schutz gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) und andere Tierseuchen, wobei er die exzellente Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft, Veterinäramt und Umweltamt hervorhob.

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Die Anlage in Niederwerrn wurde bereits seit Sommer 2024 für die Entsorgung von Wildschweinaufbruch aus dem Gebiet des sogenannten Frankenwalls genutzt. Mit der offiziellen Öffnung als Sammelstelle können nun neben Wildschweinkörpern und deren Aufbruch auch Federwildreste sicher entsorgt werden. Um eine lückenlose Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, müssen alle Anlieferungen in einer vor Ort ausgelegten Liste dokumentiert werden. Sollte sich das Modell in Niederwerrn bewähren, zieht der Landkreis in Erwägung, in Kooperation mit der Jägerschaft auch die Verwahrstelle in Donnersdorf entsprechend zu öffnen.

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Aufgrund einer bestehenden Baustelle auf dem Gelände des Kreisbauhofs gelten derzeit eingeschränkte Anlieferungszeiten: Montags bis donnerstags ist die Stelle von 9:00 bis 15:00 Uhr und freitags von 9:00 bis 11:00 Uhr zugänglich. Die Jägerschaft leistet durch diese organisierte Entsorgung einen entscheidenden Beitrag dazu, potenzielle Infektionsketten in der freien Natur frühzeitig zu unterbrechen.


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