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Lesung mit Ira Peter im Gut Deutschhof: Russlanddeutsche Identität und Integrationsgeschichte

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SCHWEINFURT – Autorin Ira Peter las im Saal des GUTS DEUTSCHHOF aus ihrem Buch „Nicht deutsch genug?“ und beleuchtete die Schicksale von Russlanddeutschen. Die Veranstaltung, die als lebendiger Dialog mit Moderatorin Ella Schindler gestaltet war, thematisierte die Erfahrungen von Ausgrenzung in der alten sowie der neuen Heimat und stieß bei den zahlreichen Gästen auf große Resonanz.

Ira Peter schilderte eindringlich die „doppelte Kränkung“ vieler Aussiedler, die in der Sowjetunion als Deutsche verfolgt wurden und in der Bundesrepublik oft als „nicht deutsch genug“ galten. Sie kritisierte die historisch versäumte Integrationsförderung und die mangelnde Anerkennung von Berufsabschlüssen, räumte aber gleichzeitig mit Klischees über politische Einstellungen innerhalb der sehr heterogenen Gruppe der Russlanddeutschen auf.

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Gastgeber Ralf Hofmann betonte zum Abschluss der lebhaften Diskussion, wie wichtig es sei, die Sichtbarkeit dieser Lebensgeschichten in der Stadtgesellschaft zu erhöhen. Nur durch das Verständnis für die spezifischen Erfahrungen der Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion könne ein echtes Miteinander entstehen, wobei auch die vielen privaten und beruflichen Erfolgsgeschichten der Aussiedler öfter erzählt werden müssten.

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