Landkreis Schweinfurt trauert um Altlandrat Harald Leitherer

LANDKREIS SCHWEINFURT – Der frühere Landrat Harald Leitherer ist am Mittwoch, 5. August, im Alter von 73 Jahren verstorben. Leitherer stand von 1995 bis 2013 an der Spitze des Landkreises Schweinfurt und prägte dessen Entwicklung über viele Jahre.
Landrat Florian Töpper würdigte Leitherer als prägende Persönlichkeit, für die der Landkreis Schweinfurt während seines gesamten politischen Wirkens im Mittelpunkt gestanden habe. Der Landkreis werde seinem Altlandrat ein ehrendes Andenken bewahren und bleibe ihm dauerhaft zu Dank verpflichtet.

Während seiner 18-jährigen Amtszeit setzte Leitherer zahlreiche Projekte um, die bis heute nachwirken. Als treibende Kraft galt er unter anderem beim Ausbau des Kreisstraßennetzes. Zudem ließ er ein mehr als 1.000 Kilometer umfassendes Radwanderwegenetz im Landkreis aufbauen.

Auch beim Umwelt- und Klimaschutz setzte Leitherer früh Akzente. Unter seiner Führung führte der Landkreis Schweinfurt als erster Landkreis in Bayern flächendeckend die Biotonne ein. Auf seine Initiative entstand außerdem die erste Freiflächen-Photovoltaikanlage im Landkreis. Damit wurden nach Angaben des Landkreises wichtige Grundlagen für spätere Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsprojekte geschaffen.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner politischen Arbeit lag auf der Entwicklung der gesamten Region. Dabei setzte er sich insbesondere für Bildungsangebote, die Stärkung der Wirtschaftskraft und eine dauerhaft hohe Lebensqualität in den Gemeinden des Landkreises ein.
Für sein umfangreiches kommunalpolitisches Engagement auf Gemeinde-, Landkreis- und Regierungsbezirksebene sowie im Bayerischen Landkreistag wurde Leitherer im Januar 2017 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Zudem erhielt er die Ehrenurkunde des Landkreises Schweinfurt und trug die vom Kreistag verliehene Ehrenbezeichnung „Altlandrat“.
Harald Leitherer wurde am 18. April 1953 in Schweinfurt geboren. Nach seinem Abitur am Celtis-Gymnasium absolvierte er ein rechtswissenschaftliches Studium und legte das zweite juristische Staatsexamen ab. Zunächst arbeitete er als Rechtsanwalt. Ab 1978 gehörte er dem Gemeinderat von Schwebheim sowie dem Kreistag des Landkreises Schweinfurt an. 1994 wurde er erstmals zum Landrat gewählt und trat das Amt am 1. Februar 1995 als Nachfolger von Karl Beck an.
Auf Wunsch des Verstorbenen und seiner Angehörigen wird es keine öffentliche Trauerfeier und keinen öffentlichen Trauerakt geben. Landrat Florian Töpper ordnete zum Gedenken an Harald Leitherer Trauerbeflaggung am Landratsamt an.

Alle Angaben ohne Gewähr!
Fotos sind ggf. beispielhafte Symbolbilder!
Kommentare von Lesern stellen keinesfalls die Meinung der Redaktion dar!



















