Kindergartenkinder als Nachwuchs-Landwirte: Grafenrheinfelder Ackerprojekt startet ins sechste Jahr

GRAFENRHEINFELD – Matschhosen an und ab aufs Feld: Mit riesiger Begeisterung und voller Eifer haben die Grafenrheinfelder Kindergartenkinder in den vergangenen Tagen ihren eigenen Kartoffelacker bestellt. Das mittlerweile traditionelle Projekt geht bereits in sein sechstes Jahr und ist aus dem pädagogischen Alltag der Gemeinde nicht mehr wegzudenken.
Die Intention hinter der Aktion ist aktueller denn je: In Zeiten von Supermärkten und Fertiggerichten soll der Nachwuchs spielerisch lernen, wo das tägliche Essen eigentlich herkommt.
Die „Ackerpatenschaft“: Vom Pflanzen bis zur Ernte

Um den Kindern den Wert von regionalen Lebensmitteln nahezubringen, hat die Gemeinde die „Ackerpatenschaft“ etabliert. Jedes Kind soll während seiner Kindergartenzeit mindestens einmal den kompletten landwirtschaftlichen Jahreszyklus hautnah miterleben.

„Viele Kinder erfahren heutzutage nicht mehr automatisch, woher unsere Lebensmittel überhaupt kommen. Jedes Kind soll den Zyklus erleben – vom Pflanzen bis zur Ernte. Wertschätzung für Lebensmittel entsteht nur durch eigene Erfahrungen“, zeigt sich Bürgermeister Christian Keller vom Erfolg des Projekts überzeugt.
Mit dem Oldtimer-Bulldog zurück in der Zeit
Der Startschuss für die diesjährige Saison fiel mit dem traditionellen Kartoffellegen. Unter den neugierigen Blicken der Mini-Bauern kam dabei historische Technik zum Einsatz.
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Der Gastauftritt: Philipp Nees rollte auch in diesem Jahr mit seinem liebevoll restaurierten Oldtimer-Bulldog und einer historischen Kartoffellegemaschine an.
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Selbst anpacken: Die Kinder durften die Saatkartoffeln eigenhändig in die Maschine einlegen und bekamen so ein Gefühl dafür, wie die Landwirtschaft in früheren Zeiten funktionierte.
Starke Unterstützung durch den Gartenbauverein
Damit aus den kleinen Knollen im Herbst eine reiche Ernte wird, braucht es in den kommenden Sommermonaten viel Pflege. Hier kommt der Verein für Gartenbau und Landespflege ins Spiel. Angeführt von Otto Staat übernehmen die freiwilligen Helferinnen und Helfer seit Jahren die Patenschaft für die Zwischenpflege, gießen den Acker und halten ihn unkrautfrei.
Für die Kinder heißt es nun erst einmal: Warten, das Feld beobachten und Daumen drücken. Im Herbst kehren die Gruppen dann auf den Acker zurück, um den Lohn für ihre Arbeit einzufahren. Bis dahin gilt im Rathaus und auf dem Feld ein klares Grafenrheinfelder Motto: „Kinder in Grafenrheinfeld haben ein Recht auf schmutzige Hände!“

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