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Gerolzhöfer Delegation feiert Freundschaft und Erinnerung in Elek

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GEROLZHOFEN, LKR. SCHWEINFURT – Eine zwölfköpfige Delegation aus Gerolzhofen hat vom 30. Juli bis 5. August 2026 am XVII. Weltfreundschaftstreffen der Eleker in der ungarischen Partnerstadt Elek teilgenommen. Gemeinsam mit der deutschen Delegation aus Laudenbach erlebten die Teilnehmer ein vielseitiges Programm rund um Begegnung, Erinnerung und europäische Freundschaft.

Zur Gerolzhöfer Delegation gehörten unter anderem 3. Bürgermeister Erich Servatius, die Partnerschaftsbeauftragten Gabriele und Bernd Schmitt sowie die Leiterin der Tourist-Information, Beate Glotzmann.

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Zum Auftakt standen die Eröffnung mehrerer Ausstellungen im städtischen Kulturhaus und ein gemeinsames Abendessen auf dem Programm. Am Freitag wurde das Weltfreundschaftstreffen offiziell eröffnet. Beim Einzug zum Laudenbach-Platz wurde anschließend mit Musik, Tanz und zahlreichen Begegnungen bis in den Abend gefeiert. Einen besonderen Moment erlebte die Gerolzhöfer Delegation, als Erich Servatius im Namen der deutschen Gäste ein Grußwort hielt. Bernt Eichmüller begleitete den Auftritt mit Geigenimprovisationen.

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Auch an den folgenden Tagen gab es zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch. Die Gäste besuchten unter anderem das Programm „Anonyme wahre Geschichten“, ein Konzert in der römisch-katholischen Kirche und den Schwäbischen Binkelball. Besonders geprägt war der Sonntag von Gedenkveranstaltungen mit einer Kranzniederlegung auf dem Friedhof, einem deutschsprachigen Festgottesdienst und einem anschließenden Gedenkprogramm.

Persönliche Familiengeschichten

Für einige Mitglieder der Gerolzhöfer Delegation hatte die Reise eine besondere persönliche Bedeutung. Unter den Teilnehmern waren Menschen mit familiären Wurzeln in Elek. Eine Teilnehmerin war vor 80 Jahren selbst mit ihrer Familie aus Elek vertrieben worden. Eine weitere Teilnehmerin ist die Tochter ehemaliger Eleker, die zur Zwangsarbeit nach Russland verschleppt wurden und später in Franken eine neue Heimat fanden.

Die Begegnungen vor Ort und die Erinnerungskultur waren für die Betroffenen deshalb eng mit der eigenen Familiengeschichte verbunden. Besonders emotional war die Enthüllung einer Gedenktafel zum 80. Jahrestag der Vertreibung.

30 Jahre Stadtjubiläum von Elek

Ein weiterer Höhepunkt war die Feier zum 30-jährigen Stadtjubiläum von Elek. Im Kulturhaus fanden eine feierliche Stadtratssitzung unter Leitung von Bürgermeister György Szelezsán, Ehrungen und ein Kulturprogramm statt. Anschließend wurde auf dem Laudenbach-Platz die Geburtstagstorte der Stadt angeschnitten und gemeinsam gefeiert.

Für die Gerolzhöfer Delegation bot das Treffen die Gelegenheit, bestehende Kontakte zu pflegen und neue Freundschaften zu knüpfen. Gleichzeitig wurde deutlich, welche Bedeutung die Städtepartnerschaft auch für die Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Vergangenheit hat.

Am 5. August trat die Delegation die Heimreise nach Gerolzhofen an. Im Mittelpunkt der Reise standen persönliche Begegnungen, gemeinsame Erlebnisse und die Pflege der Verbindung zwischen den Partnerstädten.


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