Verdacht der mehrfachen schweren Vergewaltigung durch einen Soldaten aus Hof
BAMBERG/HOF – Die Zentralstelle Cybercrime Bayern hat Ende August 2025 Anklage gegen einen 30-jährigen ehemaligen Bundeswehrsoldaten aus dem Landkreis Hof erhoben. Dem Mann wird unter anderem mehrfache schwere Vergewaltigung vorgeworfen. Die Ermittlungen wurden in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizeiinspektion Hof durchgeführt.
Die Anklageschrift legt dem Beschuldigten zur Last, in der Zeit von 2015 bis 2022 sechs Frauen, in einem Fall mehrfach, vergewaltigt zu haben. Die mutmaßlichen Taten sollen sich im Landkreis Hof, im brandenburgischen Landkreis Prignitz, im rheinland-pfälzischen Ahrtal sowie im Schweizer Kanton Bern ereignet haben. In der Anklageschrift werden dem Angeschuldigten fünf Fälle der schweren und vier Fälle der einfachen Vergewaltigung vorgeworfen. Die Taten sollen teilweise mit erheblicher Gewalt verbunden gewesen und mit dem Mobiltelefon des Mannes gefilmt worden sein.
Bei einer Durchsuchung der Wohnanschrift des Mannes im März 2022 wurden zudem Leuchtspurmunition sowie weitere Gegenstände gefunden, die unter das Waffen- bzw. Sprengstoffgesetz fallen. Im Rahmen der IT-forensischen Auswertung konnten darüber hinaus auf diversen Geräten 5.700 Bilddateien und über 400 Videodateien mit kinderpornographischen Inhalten festgestellt werden. Auch diese Vorwürfe sind Teil der Anklage.
Der Angeschuldigte befindet sich seit seiner Auslieferung aus der Ukraine am 17. März 2025 in Untersuchungshaft. Da er zu den mutmaßlichen Tatzeitpunkten teilweise noch als Heranwachsender galt, wurde die Anklage bei einer Jugendkammer des Landgerichts Hof erhoben. Die Kammer muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.
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