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Tatverdacht des versuchten Mordes nach Angriff in Höchberg – 20-Jähriger in Untersuchungshaft

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HÖCHBERG, LKR. WÜRZBURG – Ein 20-jähriger syrischer Staatsangehöriger steht im Verdacht, in der Nacht von Sonntag auf Montag einen 65-jährigen Mann in Höchberg schwer verletzt zu haben. Der Beschuldigte befindet sich nach einem Haftbefehl des Amtsgerichts Würzburg wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen werden unter anderem mit Blick auf eine mögliche israelfeindliche oder islamistische Tatmotivation geführt.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll es in der Nacht zum 20. Juli 2026 nach einer zunächst verbalen Auseinandersetzung zu einem körperlichen Angriff gekommen sein. Der 20-Jährige soll den 65-jährigen Deutschen mit Schlägen und Fußtritten, auch gegen den Kopfbereich, attackiert haben.

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Der Geschädigte erlitt zahlreiche Verletzungen, darunter einen Wirbelbruch, und wird derzeit stationär in einem Krankenhaus behandelt.

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Mehrere Polizeistreifen nahmen den Tatverdächtigen noch am Tatort vorläufig fest. Dabei soll sich der Mann gewehrt haben, sodass er zu Boden gebracht und gefesselt werden musste. Ein Polizeibeamter wurde hierbei leicht verletzt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg erließ der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Würzburg am 20. Juli Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Der Beschuldigte befindet sich inzwischen in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden war der Mann bereits zuvor unter anderem wegen Körperverletzungsdelikten strafrechtlich in Erscheinung getreten.

Die Ermittlungen führt die Generalstaatsanwaltschaft München – Der Zentrale Antisemitismusbeauftragte der Bayerischen Justiz – in enger Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei Würzburg. Dabei werden insbesondere mögliche religiös motivierte, israelfeindliche oder antisemitische Hintergründe geprüft.

Bereits am frühen Abend des 19. Juli war der Tatverdächtige auf dem Marktfest in Höchberg von der Polizei kontrolliert worden, nachdem Zeugen angegeben hatten, dass er dort Personen belästigt habe. Nach aktuellem Ermittlungsstand kam es dabei jedoch zu keinen strafbaren Handlungen.

Die Polizei bittet Personen, denen der Tatverdächtige auf dem Marktfest am Marktplatz oder später im Bereich der Hauptstraße an der dortigen Bushaltestelle aufgefallen ist, sich bei der Kriminalpolizei Würzburg unter der Telefonnummer 0931/457-1732 zu melden.

Aufgrund der laufenden Ermittlungen können derzeit keine weiteren Angaben zum Tathergang gemacht werden. Es gilt die Unschuldsvermutung.


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