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Sicher ist sicher! – Zugangskontrollen bei der Schweinfurter Justiz

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SCHWEINFURTSeit einem tödlichen Vorfall im Jahr 2012 gehören strenge Zugangskontrollen zum Alltagsbild der bayerischen Justiz, so auch in Schweinfurt. Im Gerichtsgebäude müssen sich Besucher Ganzkörperscannern, Handscannern und Taschenkontrollen unterziehen. Die Notwendigkeit dieser Maßnahmen belegt die Fundbilanz des laufenden Jahres, die bereits zahlreiche konfiszierte Gegenstände aufweist.

Bis Juli 2025 wurden allein bei den Eingangskontrollen 180 Messer, darunter ein nach Waffenrecht verbotenes Wurfmesser, sowie in acht Fällen Drogen sichergestellt. In den ersten Jahren nach Einführung der Kontrollen waren die Zahlen noch deutlich höher; die Statistik wies damals jährlich bis zu 1000 Messer aus. Zu den aufsehenerregendsten Funden zählten unter anderem ein in einem Gehstock verborgener Stockdegen und ein als Scheckkarte getarntes Messer.

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Die Aufteilung der Justiz auf mehrere Gebäude in Schweinfurt, darunter das Hauptgebäude in der Rüfferstraße, ein angemieteter Sitzungssaal in der Theresienstraße und mehrere Stockwerke im Iduna-Hochhaus, stellt die Sicherheitskräfte vor besondere Herausforderungen. Als Reaktion auf zunehmend aggressives Verhalten wurde 2024 eine eigene Organisationseinheit innerhalb der Wachtmeisterei ins Leben gerufen, deren Aufgabe es ist, die Sicherheit in den Justizgebäuden jederzeit zu gewährleisten.

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Amtsgerichtsdirektor Holger Ebert und Landgerichtspräsident Franz Truppei betonen, dass die meisten Gerichtsbesucher gefährliche Gegenstände nicht in böser Absicht mitführen, dennoch gelte der Grundsatz „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Truppei fügt hinzu, dass an einem Ort, an dem Emotionen aufeinanderprallen, Sicherheit an erster Stelle stehe. Er rät dazu, potenziell gefährliche Gegenstände am besten von vornherein zu Hause zu lassen, da die schärfste Waffe vor Gericht immer noch das Argument sei.

Scheckkartenmesser – Foto: Thomas Gundelach, Amtsgericht Schweinfurt

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