Rund 50 Einsätze auf Grund Schneefall in Unterfranken
UNTERFRANKEN – Heftige Schneefälle haben in der Nacht von Donnerstag auf Freitag weite Teile Unterfrankens in eine Winterlandschaft verwandelt und die Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdiensten in Atem gehalten. Mit rund 50 Einsätzen zwischen 21:00 Uhr und den frühen Morgenstunden zog die Polizei eine erste Bilanz der glättebedingten Behinderungen. Während der Großteil der Unfälle glücklicherweise bei Sachschäden blieb, kam es insbesondere in den Regionen Main-Rhön und im Spessart zu massiven Verkehrsbehinderungen sowie zwei Unfällen mit Leichtverletzten.
Besonders schwerwiegend war ein Vorfall auf der A70 bei Gochsheim gegen Mitternacht: Ein Lkw geriet mutmaßlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern, prallte gegen die Mittelleitplanke und blieb schwer beschädigt quer auf beiden Fahrstreifen in Richtung Würzburg stehen. Die Leitplanke wurde dabei auf einer Länge von 20 Metern in die Gegenfahrbahn gedrückt. Erst gegen 05:30 Uhr konnten die Sperrungen nach aufwendigen Bergungsarbeiten aufgehoben werden; der Sachschaden beläuft sich auf etwa 85.000 Euro. Fast zeitgleich blieben auf der A7 bei Oberthulba rund 20 Lkw in einer etwa 25 Zentimeter hohen Schneeschicht stecken und mussten teils mit Unterstützung des THW befreit werden.
Völliges Unverständnis löste ein Vorfall im Waldaschaffer Forst aus, wo ein Autofahrer gegen Mitternacht von der Fahrbahn abkam. Die herbeigerufenen Beamten stellten fest, dass der Pkw trotz tiefwinterlicher Verhältnisse noch mit Sommerreifen ausgestattet war. Den unverletzten Fahrer erwartet nun eine Anzeige. Angesichts der anhaltenden Witterung warnt die Polizei erneut eindringlich davor, die Geschwindigkeit drastisch zu reduzieren, größere Abstände einzuhalten und abrupte Lenkbewegungen zu vermeiden, da Bremswege auf Schnee und Eis unkalkulierbar lang werden können.
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