Frontal-Crash nach Überholmanöver: Smart im Graben eingeklemmt – Hubschrauber-Einsatz auf der B303

SCHONUNGEN / BAYERHOF / LKR. SCHWEINFURT – Ein folgenschwerer Verkehrsunfall hat am Freitagvormittag zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte auf der Bundesstraße 303 geführt. Nach einem missglückten Überholmanöver eines Lkw-Fahrers kam es zu einem Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Auto. Drei Fahrzeuge landeten im Graben, eine junge Frau erlitt schwere Verletzungen und musste per Hubschrauber gerettet werden.
Der Unfall ereignete sich am Freitag (5. Juni 2026) kurz vor 11:00 Uhr auf der B303 auf Höhe des Schonunger Gemeindeteils Bayerhof.
Traktor überholt: Entgegenkommenden Smart übersehen

Nach den ersten Ermittlungen der Polizeiinspektion Schweinfurt war ein 64-jähriger Lastwagenfahrer (rumänischer Staatsbürger) mit seinem Brummie auf der Bundesstraße in Fahrtrichtung Schweinfurt unterwegs. Als er ansetzte, um einen vor ihm fahrenden Traktor zu überholen, übersah er aus bislang ungeklärter Ursache den Gegenverkehr: Eine 19-jährige Frau kam ihm in diesem Moment in ihrem Smart entgegen.

Es folgte ein heftiger, frontaler Zusammenstoß. Durch die Wucht des Aufpralls wurden alle drei beteiligten Fahrzeuge – der Lkw, der Smart und auch der überholte Traktor – von der Fahrbahn geschleudert und kamen erst im angrenzenden Straßengraben zum Stehen.
Junge Autofahrerin baufällig eingeklemmt
Während der 64-jährige Unfallverursacher im Lastwagen den Crash körperlich unverletzt überstand, bot sich den Rettungskräften am Smart ein Bild der Verwüstung. Die 19-jährige Fahrerin wurde durch die Deformation der Karosserie schwer verletzt in ihrem Kleinwagen eingeklemmt.
Die alarmierten Freiwilligen Feuerwehren rückten mit einem Großaufgebot an und mussten schweres technisches Gerät einsetzen, um die junge Frau schonend aus dem Wrack zu befreien. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurde sie mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.
Auch auf dem Traktor gab es Verletzte: Der 67-jährige Traktorfahrer sowie sein 14-jähriger Beifahrer erlitten leichtere Blessuren. Beide wurden vom Rettungsdienst zur weiteren Behandlung ebenfalls in ein Krankenhaus transportiert.
Gutachter ermittelt – Hoher Sachschaden
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde noch vor Ort ein Unfallsachverständiger eingeschaltet. Der Gutachter sicherte gemeinsam mit der Polizei die Spuren auf der Fahrbahn, um den genauen Hergang der Kollision lückenlos zu rekonstruieren.
Sämtliche Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten von Abschleppunternehmen aus dem Graben geborgen werden. Den entstandenen Gesamtschaden schätzt die Polizei auf rund 50.000 Euro.
Für die Dauer der Rettungs-, Bergungs- und Vermessungsarbeiten musste die B303 im Bereich Bayerhof komplett für den Verkehr gesperrt werden. Die Einsatzkräfte richteten eine großräumige Umleitung ein.

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