Attacke im RE 55 nach Würzburg: Fahrgast tritt nach Zugbegleiter – Bundespolizei sucht Zeugen
HEIGENBRÜCKEN / ASCHAFFENBURG – Nach einem gewaltsamen Übergriff auf einen Zugbegleiter im Regionalexpress von Aschaffenburg nach Würzburg ermittelt die Bundespolizei und bittet die Fahrgäste um Mithilfe. Ein bislang unbekannter Mann hatte im Zug randaliert, den Bahnmitarbeiter bedroht und schließlich attackiert, nachdem dieser die aggressive Gruppe des Zuges verweisen wollte. Die Täter flüchteten am Bahnhof Heigenbrücken.
Der Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag (30. Mai 2026) gegen 16:00 Uhr an Bord des RE 55.
Ruhestörung eskaliert: Gruppe belästigt Fahrgäste
Während der Fahrt wurden die Zugbegleiter von mehreren Reisenden auf eine vierköpfige Männergruppe aufmerksam gemacht. Die Männer spielten überproportional laut Musik ab und belästigten die anderen Passagiere im Waggon.
Als der Zugbegleiter die Gruppe aufsuchte und die Männer höflich, aber bestimmt aufforderte, die Lautstärke zu reduzieren, schlug ihm sofort blanke Aggression entgegen. Einer der Männer ging den Bahnmitarbeiter verbal an, verleumdete ihn mit massiven Beleidigungen und stieß handfeste Drohungen aus.
Tritt gegen den Arm – Komplizen müssen Angreifer bremsen
Aufgrund des unkontrollierten und bedrohlichen Verhaltens des Mannes zog der Zugbegleiter die Reißleine: Er sprach für die gesamte vierköpfige Gruppe den sofortigen Fahrtoausschluss aus und forderte sie auf, den Regionalexpress beim nächstfolgenden Halt im Bahnhof Heigenbrücken (Landkreis Aschaffenburg) zu verlassen.
Daraufhin eskalierte die Situation völlig: Der Haupttäter holte aus und trat gezielt in Richtung des Zugbegleiters. Der Fußtritt traf den Bahnmitarbeiter am linken Arm. Die Attacke war offenbar so heftig, dass selbst die drei Begleiter des Schlägers eingreifen und ihren Kumpel körperlich zurückhalten mussten, um noch Schlimmeres zu verhindern.
Als der RE 55 schließlich im Bahnhof Heigenbrücken einlief, verließ die Vierergruppe den Zug und flüchtete unerkannt vom Bahnsteig.
Bundespolizei leitet Ermittlungsverfahren ein
Die Bundespolizeiinspektion Würzburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Gegen den noch unbekannten Haupttäter wird wegen des Verdachts der Körperverletzung, der Beleidigung sowie der Bedrohung ermittelt.
Da der Zug zum Tatzeitpunkt am Samstagnachmittag gut besetzt war und mehrere Fahrgäste den Vorfall oder die vorausgegangene Belästigung aktiv mitbekommen haben, hoffen die Beamten auf entscheidende Hinweise aus der Bevölkerung.
Zeugenaufruf: Wer hat den Vorfall im RE 55 am Samstag gegen 16:00 Uhr beobachtet? Wer kann Angaben zu der vierköpfigen Männergruppe machen, die in Heigenbrücken den Zug verließ, oder Hinweise zur Identität des flüchtigen Angreifers geben?
Sachdienliche Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Würzburg unter der Telefonnummer 0931/32259-1111 entgegen.
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