Andreas Ebeling sucht seit über zwei Jahrzehnten vermisste Personen
SCHWEINFURT – Die Rettungshundestaffel der Johanniter in Schweinfurt feiert ihr 26-jähriges Bestehen und ist mit ihren Hunden ein unverzichtbarer Bestandteil bei der Suche nach Vermissten. Geleitet wird die Staffel seit 2006 von Andreas Ebeling, der die Einheit im Jahr 1999 mitbegründete und das anhaltende Engagement des Teams würdigt.
Andreas Ebeling kam 1999 über seine Tochter und den Familienhund Patty, eine Border Collie-Hündin, zu den Johannitern. Obwohl er heute ohne eigenen Hund in der Funktion als Leiter tätig ist, betont er den starken Zusammenhalt des Teams: „Auf diese Menschen kann ich mich immer verlassen.“
Das Team und die Ausbildung
Die Staffel besteht heute aus einem Team von Menschen und Hunden, die Freude an der Rettungshundearbeit haben. Aktuell gehören zur Staffel:
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Sieben Flächensuchhunde
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Zwei Mantrailer
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Ein Trümmerhund
Die Hunde sind meist mittelgroße Rassen wie Labradore, Golden Retriever oder Border Collies, müssen stressfest, lernwillig, sozial verträglich und schussfest sein, um im Einsatz nicht abgelenkt zu werden.
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Einsatzprinzip: Das Zusammenspiel zwischen Hund (der sucht) und Hundeführer (der den Überblick behält) basiert auf gegenseitigem Vertrauen.
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Flächensuchhunde suchen ein zugewiesenes Gebiet ohne Geruchsträger ab.
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Mantrailer-Hunde folgen dem individuellen Geruch einer bestimmten Person.
Training und Einsatzbereitschaft
Trainiert wird einmal wöchentlich an Geräten zur Gewandtheit und am Wochenende oft zwischen fünf bis zwölf Stunden lang, auch bei Wind, Wetter und Dunkelheit.
Die Hundeführer absolvieren neben der Hundeausbildung auch umfangreiche Schulungen, darunter Sanitätsausbildungen. In Schweinfurt ist der „Helfer vor Ort“ Pflicht, und viele sind zudem Rettungssanitäter. Karte, Kompass, Funken und Erste Hilfe sind feste Bestandteile der Ausbildung, ebenso wie die psychosoziale Unterstützung im Team (PSNV-E).
Ein Hund benötigt zwei bis drei Jahre, bis er einsatzfähig ist.
Mitmachen und Helfen
Die Staffel freut sich über neue Interessierte, die auch ohne eigenen Hund mithelfen möchten, da Helfer gerade bei den Mantrailern unverzichtbar sind, um neue Geruchsspuren zu legen.
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Interessierte können drei Mal beim Schnuppertraining dabei sein. Danach folgen aus Versicherungsgründen der Beitritt zur Johanniter-Unfall-Hilfe und eine halbjährige Probezeit.
Ebeling wünscht sich für die Zukunft, dass die Staffel noch lange besteht und Menschen Freude an diesem Ehrenamt finden, um weiterhin gemeinsam helfen zu können.
Hättest du gerne die Kontaktdaten der Johanniter-Rettungshundestaffel Schweinfurt für weitere Informationen?
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