Alkoholisierter Fahrer flüchtet vor Polizei – 31-Jähriger beleidigt Beamte und leistet massiven Widerstand – Verdächtiger in Untersuchungshaft
KARLSTEIN AM MAIN / LANDKREIS ASCHAFFENBURG – Ein unbeleuchteter Mercedes, eine riskante Verfolgungsjagd über die A3 und B43a sowie ein massiver Widerstand gegen Polizeibeamte haben am ersten Januar-Wochenende 2026 zu einem Großeinsatz geführt. Ein 31-jähriger Mann rammte auf seiner Flucht von Heusenstamm bis nach Bayern mehrfach Streifenwagen und touchierte einen Geldtransporter, bevor er bei Karlstein am Main verunfallte. Inzwischen wurde gegen den Beschuldigten, der unter Drogen- und Alkoholeinfluss stand und keinen Führerschein besitzt, Untersuchungshaft angeordnet.
Der Vorfall begann am frühen Samstagmorgen, als Zeugen den silbernen Mercedes in Schlangenlinien auf der A3 meldeten. Als eine Frankfurter Autobahnstreife den Wagen bei Heusenstamm stoppen wollte, setzte der Fahrer unvermittelt zurück und rammte das Polizeifahrzeug. Die anschließende Flucht führte über die B45 und B43a, wobei der Mann im Bereich der Hellentalbrücke erneut stoppte und den verfolgenden Streifenwagen absichtlich ein zweites Mal rammte. Die Amokfahrt endete schließlich in Karlstein, wo der 31-Jährige die Kontrolle verlor und sein Wagen im Gebüsch auf der Beifahrerseite zum Liegen kam.
Bei der Festnahme leistete der Mann erheblichen Widerstand und beleidigte die Beamten. Wie sich herausstellte, hatte er über 1,2 Promille Alkohol im Blut, stand unter Marihuana-Einfluss und war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Die Eskalation setzte sich im Aschaffenburger Krankenhaus fort: Dort versuchte der leicht verletzte Mann erneut zu türmen und konnte erst durch den Einsatz unmittelbaren Zwangs und die Unterstützung weiterer Streifen gebändigt werden. Zwei Polizeibeamte wurden bei dem Handgemenge leicht verletzt.
Aufgrund der Vielzahl der Delikte – darunter gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, verbotenes Kraftfahrzeugrennen, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis – wurde der Mann am Sonntag einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ umgehend einen Untersuchungshaftbefehl, woraufhin der 31-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt überstellt wurde. Der entstandene Sachschaden an den Fahrzeugen und Verkehrseinrichtungen wird auf einen fünfstelligen Betrag geschätzt. Die Polizei sucht nun weitere Zeugen, die durch die Fahrweise des silbernen Mercedes gefährdet wurden.
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