Aufstiegs-Empfang im Rathaus: Würzburg feiert die Rückkehr der Kickers in den Profifußball

WÜRZBURG – Roter Teppich für die Aufsteiger: Nach dem erfolgreichen Relegations-Krimi gegen Lokomotive Leipzig hat die Stadt Würzburg die Mannschaft der Würzburger Kickers im historischen Wenzelsaal des Rathauses empfangen. Die „Rothosen“ feierten dort die Fortsetzung einer ausgelassenen Aufstiegsparty und das „gefühlte Double“ aus Toto-Pokal-Sieg und der langersehnten Rückkehr in die 3. Liga.
Nach zwei nervenschonenden Siegen in der Relegation ist das vierjährige Kapitel Regionalliga Bayern für die Unterfranken offiziell beendet.
Große Fußballbühne wartet: Düsseldorf, Essen und die Löwen kommen

Bürgermeisterin Sandra Vorlová zeigte sich bei dem Empfang voller Vorfreude auf die kommende Spielzeit. Die Zeiten der Regionalliga-Duelle sind vorbei – jetzt klopft der große Fußball an den Dallenberg.

„Die Gegner in der kommenden Saison heißen bei aller Wertschätzung nicht mehr DJK Vilzing, SpVgg Hankoven-Hailing oder TSV Buchbach, sondern Fortuna Düsseldorf, Rot-Weiß Essen, 1860 München oder Waldhof Mannheim“, betonte Vorlová in ihrer Festrede. Zudem winken den Kickers mit etwas Losglück attraktive Paarungen in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals.
Abschied von Kapitän Kurzweg und Triumph für Trainer Schiele
Für Cheftrainer Michael Schiele schließt sich mit dem Aufstieg ein Kreis: Bereits im Jahr 2020 führte er die Kickers in die 2. Bundesliga. Damals durfte sich das Team ebenfalls im Rathaus eintragen – unter strengen Corona-Auflagen und mit Schutzmasken. Im Jahr 2026 dominierte stattdessen das weiße Aufsteiger-Shirt mit dem Slogan „Würzburg ist zurück“ und einer leuchtend roten 3.
Ein emotionaler Höhepunkt des Empfangs war der Abschied von Kapitän Peter Kurzweg. Der Leitwolf der Mannschaft wird seine aktive Profi-Karriere nach diesem Triumph beenden.
Lob für die „Seele des Vereins“ und Blick auf Großprojekte
Die Bürgermeisterin sparte nicht mit Lob für das gesamte Umfeld des Vereins. Neben der Mannschaft und den Sponsoren dankte sie ausdrücklich der gesamten Kickers-Familie:
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Die Ehrenamtlichen: Ein großes Dankeschön ging an die Helfer und Angestellten, die oft im Verborgenen den Spielbetrieb sichern. „Sie sind die Seele dieses Vereins!“
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Die Fans: Die Anhänger, die zuletzt in Scharen an den Dallenberg pilgerten, hätten das Team in der entscheidenden Phase der Saison spürbar nach vorne getragen.
Zu den weiteren Gratulanten im Rathaus gehörten Bürgermeister Joachim Spatz, Sportreferentin Beate Gross sowie zahlreiche Mitglieder des Würzburger Stadtrats. Oberbürgermeister Martin Heilig schickte herzliche Glückwünsche aus dem Familienurlaub.
Kickers-Präsident Michael Grieger bedankte sich für den feierlichen Rahmen im Wenzelsaal, der normalerweise auch für Trauungen genutzt wird. Er freue sich über dieses klare „Ja zum Profisport“ der Stadt und kündigte augenzwinkernd an, dass der Verein im Zuge der Drittliga-Anforderungen schon bald mit größeren Infrastruktur-Projekten auf die Stadtverwaltung zukommen werde.

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