Politischer Aufstieg für Schonungens Rathauschef: Stefan Rottmann mit breiter Mehrheit zum Stellvertretenden Landrat gewählt
LANDKREIS SCHWEINFURT – Er gehört trotz seiner erst 39 Jahre bereits zu den dienstältesten Bürgermeistern der Region und gilt als politisches Schwergewicht im Landkreis: Stefan Rottmann. Nachdem der Schonunger Rathauschef im vergangenen Jahr trotz lauter Rufe freiwillig auf eine Oberbürgermeister-Kandidatur in Schweinfurt verzichtet hatte, folgt nun der nächste Karriereschritt auf Kreisebene. Bei der konstituierenden Sitzung des Kreistags wurde der Mainberger mit einer überwältigenden überparteilichen Mehrheit zum Stellvertreter von Landrat Florian Töpper gewählt.
Mit 48 von 59 abgegebenen Stimmen sicherte sich Rottmann (SPD) am 18. Mai ein starkes Mandat für seine neue Aufgabe an der Spitze des knapp 114.000 Einwohner zählenden Landkreises Schweinfurt.
Großer Rückhalt in Schonungen und im Landkreis
Dass Rottmann über die Parteigrenzen hinweg hohes Ansehen genießt, spiegeln auch seine jüngsten Wahlergebnisse wider. Bei seiner nunmehr dritten Bürgermeisterwahl in Schonungen steigerte er sein persönliches Traumergebnis auf phänomenale 92,2 % der Stimmen. Auch auf Kreisebene untermauerte er seine Beliebtheit mit beachtlichen 25.501 persönlichen Stimmen.
Die Großgemeinde Schonungen – mit ihren 13 Ortsteilen ein echtes Schwergewicht in der Region Main-Rhön – hat sich unter Rottmanns Führung nach der Bewältigung der Altlastenkatastrophe im Jahr 2015 zu einer boomenden Wohn- und Investorengemeinde entwickelt. Finanziell steht die Kommune heute solide da, die Einwohnerzahlen sind stabil.
Rottmann bringt trotz seines jungen Alters einen enormen Erfahrungsschatz mit: Er blickt auf 14 Jahre als Bürgermeister, 18 Jahre im Gemeinderat und 12 Jahre im Kreistag zurück. Vor seiner politischen Karriere absolvierte der Bankfachwirt eine Ausbildung bei der VR-Bank.
Das neue Führungsteam im Landratsamt
Mit der Wahl Rottmanns stellt sich die Landkreisführung personell neu auf. Das Spitzenquartett für die kommende Amtsperiode besteht aus:
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Landrat: Florian Töpper (SPD)
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Stellvertretende Landräte: Stefan Rottmann (SPD), Manuel Kneuer (CSU) und Thomas Vizl (Grüne)
Rottmann, der auch weiterhin dem mächtigen 12-köpfigen Kreisausschuss angehören wird, betonte, dass es ihm ein echtes Herzensanliegen sei, die erfolgreiche Arbeit von Landrat Florian Töpper aktiv zu unterstützen. „Ich werde mit meinem überparteilichen Engagement und Einsatz für die Menschen nicht nachlassen und weiterhin mit Ideen- und Einfallsreichtum kreative Lösungen und vielversprechende Perspektiven für die Zukunft entwickeln“, versprach der frisch Gewählte.
Fokus auf die neuen Aufgaben: Rottmann gibt Ämter ab
Um sich voll und ganz auf seine neue Rolle als Stellvertretender Landrat sowie auf seine Aufgaben als Schonunger Bürgermeister konzentrieren zu können, leitet Rottmann im Juni 2026 eine Verjüngung und Umstrukturierung seiner politischen Mandate ein:
Ämterwechsel im Kreistag: Den Fraktionsvorsitz der SPD im Kreistag gibt Rottmann an seine bisherige Stellvertreterin Martina Braum ab. Zudem scheidet er aus dem Verwaltungsrat der Sparkasse aus und legt seine Position als gewählter Vertreter des Bayerischen Landkreistags nieder.
Seine zahlreichen weiteren überregionalen Funktionen führt der 39-Jährige indes fort. Rottmann bleibt unter anderem Vorsitzender der Allianz „Schweinfurter Oberland“, Vorstand des Verbandes für Ländliche Entwicklung Unterfranken in Würzburg sowie stellvertretender Bezirksvorsitzender der AWO Unterfranken.
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