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Oberbürgermeister-Kandidatin Grätsch stinkt es – Sie spricht von einem „Schweinfurt im Wahlwunderland“

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SCHWEINFURT –  Oberbürgermeister-Kandidatin Grätsch ist sauer: Sie wundert sich, dass plötzlich aus den unterschiedlichsten „Quellen“ Kandidaten für die SPD und den Stadtrat auftauchen. Sie macht keinen Hehl daraus, dass sie das nicht gut findet:

Schweinfurt hat wieder Hoffnung. Nicht auf funktionierende Politik – nein, auf etwas viel Größeres: einen Messias mit Wahlplakat. Sein Name: Hofmann. Seine Mission: Erlösung aus den alten Stadtratsfurchen. Seine Jünger: alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Die Wiederauferstehung der Abgehalfterten

Frank Firsching und Sorya Lippert – sie sind zurück, wie Zombies, die aus den Aktenordnern der Vergangenheit gekrochen kommen. Gestern noch die SPD verdammt, heute im Chor Hosianna auf Hofmann singend. Die Auferstehung funktioniert offenbar auch ohne Ostern, ein Wahlkampf reicht.

Volt im Ministrantengewand

Und da, im Hintergrund, schleicht Volt herbei: eine europäische Polit-Boyband, die sich an Hofmann hängt wie Ministranten an die Soutane des Pfarrers. Niemand weiß so recht, was sie eigentlich wollen – aber sie sind dabei, wenn’s nach Weihrauch riecht. Und im Zweifel wird ein „Kooperationspapier“ gebastelt, das so verbindlich ist wie eine Facebook-Veranstaltungszusage.

Der Einzug auf den Marktplatz

So ziehen sie durch Schweinfurt: Hofmann vorneweg, winkend und segensreich Selfies verteilend, dahinter die abgewrackten Stadträte, die ihre alten Sünden in den Fotos von heute ertränken wollen. Volt trägt die Fahne, Robert Striesow wirft aus der Ferne ein letztes, müdes BSW Handtuch. Dazwischen Bürger, die applaudieren, weil man das halt so macht, wenn ein Politiker vorbeigeht.

Politik wie von oben herab – nur mit LED

Was folgt, ist vorhersehbar: ein Regierungsstil wie früher, nur hübscher beleuchtet. Politik von oben, jetzt mit Ringlicht. Entscheidungen werden weiter im Hinterzimmer geboren – nur dass sie diesmal auf Instagram präsentiert werden.

Und wir?

Wir Bürger? Wir lassen uns verzaubern von diesem bunten Treiben, posten die Selfies, liken die Sprüche, teilen die Erlösungsbotschaften. Und merken zu spät: Es ist das alte Stück, nur mit neuem Hauptdarsteller.

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