Es werden immer mehr: ZUKUNFT.ödp schickt OB-Kandidatin Dr. Ulrike Schneider ins Rennen
SCHWEINFURT – Dr. Ulrike Schneider, Mitglied der Initiative ZUKUNFT/ödp, hat ihre Kandidatur für das Amt der Oberbürgermeisterin von Schweinfurt angekündigt. Sie begründet ihre Entscheidung unter anderem mit der OB-Kandidatur der AfD sowie der fehlenden Nachhaltigkeit in der Stadtpolitik, die sie durch Übernahme von Verantwortung lenken statt nur korrigieren will.
Beweggründe für die Kandidatur
Dr. Schneider kritisiert, dass die AfD, die nun die Fehlentwicklungen in der Stadt anprangere, über Jahre hinweg bei nahezu allen wichtigen Entscheidungen im Stadtrat im Gleichschritt mit der CSU gestimmt und somit alle Fehlentscheidungen mitzuverantworten habe.
Sie möchte nicht länger nur von außen korrigierend eingreifen, was in der Vergangenheit durch mehrere Bürgerbegehren nötig wurde:
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„Natur statt Beton“: Gegen ein Einkaufszentrum in Oberndorf.
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„Stadtwald statt Landesgartenschau“: Gegen die überteuerten Planungen.
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„Zurück zum alten Stadtbussystem“: Angesichts des Debakels der ÖPNV-Reform.
Sie betont, dass ihr die Bürger dieser Stadt in all den Jahren den Rücken gestärkt haben.
Kritik an fehlender Nachhaltigkeit und Haushaltspolitik
Für Dr. Schneider ist die fehlende Nachhaltigkeit im Handeln der Stadt entscheidend. Sie kritisiert, dass trotz des seit 2019 absehbaren und dauerhaften Einbruchs der Gewerbesteuer weiterhin kostspielige „Luftschlösser“ wie die Multifunktions-Arena, das Kulturforum und der Bürgerpark geplant wurden. Sie zieht eine nüchterne Bilanz zum ehemaligen Landesgartenschaugelände, auf dem allein für die Planungen bereits Millionen Euro vergraben seien. Sie wirft der CSU vor, aus Gründen des Gesichtsverlustes an einem teuren Bürgerpark festzuhalten, obwohl ein Stadtwald und einfache Blühwiesen einen größeren ökologischen Nutzen für einen Bruchteil des Geldes bringen würden.
In Bezug auf den städtischen Haushalt erklärt sie, dass sie als einzige Stadträtin seit dem Einbruch der Gewerbesteuer den Haushalt durchgehend abgelehnt habe, weil er weder finanziell noch ökologisch nachhaltig sei.
Berufliche Qualifikation und Unabhängigkeit
Dr. Schneider verweist auf ihren beruflichen Weg in führenden Positionen im öffentlichen Dienst, der freien Wirtschaft und im Stiftungswesen, der ihr viel Erfahrung für die Beurteilung politischer Sachverhalte gegeben habe:
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Marketingleiterin bei Bosch Rexroth
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Public Affairs Director für BOSCH in Berlin
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Kommunikationsleitung bei der Else Kröner Fresenius Stiftung
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Geschäftsführerin des EKFZ für Ernährungsmedizin an der TU München
Sie betont ihre Unabhängigkeit, da ihr Weg stets fernab des politischen Betriebs verlief und sie niemandem verpflichtet ist.
Forderung nach Transparenz
Dr. Schneider sieht Transparenz als wichtige Grundlage für den Erhalt der Demokratie und kritisiert scharf, dass eine Reihe von Stadträten der CSU und AfD sowie der Pressesprecher der Stadt von ihrem Recht Gebrauch machen, Redebeiträge in Ratssitzungen nicht aufnehmen zu lassen.
Die Initiative ZUKUNFT.ödp habe sich für einen Livestream und für die nachträgliche Bereitstellung der Aufnahmen für berufstätige Bürger eingesetzt. Sie kündigt an, dass die Fraktion in dieser Sache einen erneuten Anlauf nehmen wird.
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