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Ausstellung „Alles im Fluss – Wasser in der Krise“ im Gipsinformationszentrum eröffnet

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SULZHEIM – Mit zahlreichen Gästen wurde im Gipsinformationszentrum (GIZ) Sulzheim die Wanderausstellung „Alles im Fluss – Wasser in der Krise“ eröffnet. Die Ausstellung der Petra-Kelly-Stiftung widmet sich dem Umgang mit der lebenswichtigen Ressource Wasser angesichts des Klimawandels und zeigt, warum ein nachhaltiger Umgang mit Wasser immer wichtiger wird.

Für einen stimmungsvollen Auftakt sorgte der Kinderchor unter der Leitung von Laura Wedel. Bürgermeisterin Katharina Stark begrüßte unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Nachbarkommunen, Mitglieder des GIZ-Beirats sowie den Referenten Uwe Gratzky vom BUND Naturschutz, der anschließend in die Ausstellung einführte.

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In ihrer Eröffnungsrede machte die Bürgermeisterin deutlich, dass Wasser im Alltag häufig als selbstverständlich angesehen werde. Die vergangenen Jahre hätten jedoch gezeigt, wie verletzlich diese wichtige Ressource geworden sei. „Sinkende Grundwasserstände, langanhaltende Trockenperioden, aber auch Starkregen und Hochwasser sind längst keine abstrakten Zukunftsszenarien mehr, sondern auch in der Region spürbar“, betonte sie.

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An diese Gedanken knüpfte Uwe Gratzky in seinen Ausführungen an. Anhand persönlicher Erfahrungen schilderte er, wie schnell der Wert des Wassers bewusst werde, wenn es plötzlich nicht mehr selbstverständlich aus dem Wasserhahn fließe. Zugleich verwies er auf die zunehmenden Herausforderungen in Unterfranken. So werde beispielsweise in der Bergtheimer Mulde über große Wasserrückhaltebecken diskutiert, während gleichzeitig bereits heute Wasser aus der Donau in den Main übergeleitet werde. Künftig müsse der Schwerpunkt stärker darauf liegen, Wasser in der Landschaft zu halten und sparsamer mit der Ressource umzugehen.

Gratzky machte deutlich, dass jeder Einzelne Verantwortung übernehmen könne – etwa durch bewussteren Konsum, einen sorgsamen Umgang mit Wasser im Alltag oder eine nachhaltige Flächengestaltung. Auch Kommunen seien gefordert, bei Bauprojekten und der Ortsentwicklung Versickerungsmöglichkeiten mitzudenken und Versiegelungen möglichst zu vermeiden. Regenwasser müsse stärker als wertvolle Ressource betrachtet und beispielsweise zur Bewässerung von Grünanlagen genutzt werden.

Die Ausstellung greift diese Zusammenhänge anschaulich auf. Sie erläutert die Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Wasserhaushalt, zeigt die Folgen menschlichen Handelns für Flüsse, Seen und Grundwasser und stellt zugleich Lösungsansätze vor. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke, wie Politik, Kommunen und die Bevölkerung gemeinsam zu einem nachhaltigen Umgang mit Wasser beitragen können.

Das Gipsinformationszentrum Sulzheim, das seit vielen Jahren als Ort der Umweltbildung und Wissensvermittlung bekannt ist, bietet dafür den passenden Rahmen. Die Ausstellung ergänzt das Bildungsangebot des Hauses und lädt Menschen aller Altersgruppen dazu ein, sich mit den Herausforderungen des Klimawandels auseinanderzusetzen.

Zum Abschluss dankten die Verantwortlichen der Petra-Kelly-Stiftung für die Bereitstellung der Wanderausstellung sowie allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und Mitarbeitenden, die die Durchführung ermöglicht haben. Die Ausstellung soll viele Menschen für den Wert des Wassers sensibilisieren und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dieser unverzichtbaren Ressource anregen.


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