RHÖN-KLINIKUM AG steigert Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr 2026

BAD NEUSTADT A. D. SAALE, LKR. RHÖN-GRABFELD – Die RHÖN-KLINIKUM AG hat im ersten Halbjahr 2026 eine stabile Geschäftsentwicklung verzeichnet. Der Konzernumsatz stieg auf 863,6 Millionen Euro, das EBITDA auf 57,0 Millionen Euro und der Konzerngewinn auf 22,5 Millionen Euro.
Von Januar bis Juni wurden in den Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren des Konzerns insgesamt 513.700 Patientinnen und Patienten ambulant und stationär behandelt. Das entspricht einem Anstieg von neun Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 471.295 behandelten Menschen.

Das Ergebnis wurde nach Angaben des Unternehmens durch die bis November 2026 festgesetzten Soforttransformationskosten beeinflusst. Diese sollen die in den vergangenen Jahren gestiegenen Personal- und Sachkosten ausgleichen.

Die RHÖN-KLINIKUM AG entwickelt ihre Standorte weiter, um die regionale medizinische Versorgung auszubauen. Neben geplanten Großinvestitionen in moderne Medizintechnik an allen Klinikstandorten sollen auch medizinische und therapeutische Angebote erweitert sowie regionale Kooperationsnetzwerke ausgebaut werden.
In Hessen bündeln das Universitätsklinikum Marburg und die Lungenfachklinik Immenhausen künftig ihre Expertise in der Versorgung pneumologischer Patientinnen und Patienten. Auch in Brandenburg wurde das Versorgungsnetzwerk erweitert: Mit der Eröffnung der neuen Kinderschutzambulanz am RHÖN-KLINIKUM Frankfurt (Oder) sowie Kooperationsverträgen mit der Stadt Frankfurt (Oder) und dem Landkreis Oder-Spree wurde ein regionaler Verbund geschaffen.
Vorstand Dr. Gunther K. Weiß betonte die Bedeutung regionaler Netzwerke für die Zukunft des Gesundheitswesens. Nur durch eine enge Zusammenarbeit von Hausärzten, Fachärzten, Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Therapeuten könnten Ressourcen effizient genutzt und eine hochwertige Versorgung sichergestellt werden.
Vorstand Dr. Stefan Stranz kritisierte die zusätzlichen Belastungen durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Die Reform führe aus Sicht des Unternehmens zu weiteren Dokumentationspflichten, Budgetkürzungen und finanziellen Risiken für Krankenhäuser.
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die RHÖN-KLINIKUM AG einen Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro mit einer Schwankungsbreite von fünf Prozent nach oben oder unten. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rechnet das Unternehmen mit einem Wert zwischen 110 und 125 Millionen Euro.
Die weitere Entwicklung bleibt nach Angaben des Unternehmens von gesundheitspolitischen Entscheidungen geprägt. Insbesondere die Auswirkungen des Krankenhausreformanpassungsgesetzes sowie des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes seien derzeit noch nicht vollständig absehbar. Zusätzlich könnten weltweite Krisen, Preissteigerungen, Lieferengpässe und wirtschaftliche Unsicherheiten die Rahmenbedingungen beeinflussen.

Alle Angaben ohne Gewähr!
Fotos sind ggf. beispielhafte Symbolbilder!
Kommentare von Lesern stellen keinesfalls die Meinung der Redaktion dar!


















