Neues CT-Gerät am UKW verbessert Diagnostik und senkt Strahlenbelastung

WÜRZBURG – Das Universitätsklinikum Würzburg setzt mit einem dritten photonenzählenden Computertomographen neue Maßstäbe in der radiologischen Diagnostik. Die innovative Technik ermöglicht eine um bis zu 50 Prozent reduzierte Strahlendosis, kürzere Untersuchungszeiten und eine deutlich höhere Bildqualität.
Seit Juli ist das neue CT-Gerät im klinischen Alltag im Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie im Einsatz. Ganzkörperscans können innerhalb weniger Sekunden durchgeführt werden. Gleichzeitig lassen sich selbst kleinste Strukturen, etwa feine Seitenäste der Herzkranzgefäße oder minimale Ablagerungen in Gefäßwänden, wesentlich präziser darstellen. Auch Tumorzellnester im Knochenmark können nach Angaben des Universitätsklinikums schneller und genauer erkannt werden.

Die verbesserte Bildqualität basiert auf der photonenzählenden Technologie. Im Gegensatz zu herkömmlichen Computertomographen werden dabei einzelne Photonen erfasst und deren Energie gemessen. Dadurch entsteht eine deutlich höhere räumliche Auflösung.

Neben der geringeren Strahlenbelastung profitieren Patienten auch von einer reduzierten Menge an Kontrastmittel. Nach Angaben des UKW kann diese um bis zu 50 Prozent gesenkt werden, was mögliche Nebenwirkungen verringert und den Untersuchungskomfort erhöht.
Mit dem neuen Gerät verfügt das Universitätsklinikum Würzburg nun über insgesamt drei photonenzählende CT-Systeme. Zwei befinden sich im Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, ein weiteres wird in der Neuroradiologie eingesetzt. Damit zählt das UKW nach eigenen Angaben bundesweit zu den Einrichtungen mit einer besonders umfangreichen Ausstattung dieser modernen CT-Technologie.

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