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Katastrophenschutz, Zivilschutz und Telemedizin: Gesundheitsministerin Judith Gerlach besucht Uniklinik Würzburg

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WÜRZBURGBayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach hat das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) besucht, um sich über die Katastrophenvorsorge und Telemedizin zu informieren. Dabei betonte sie die Bedeutung einer guten Vorbereitung auf Krisenszenarien und stellte den neuen bayerischen Expertenrat Gesundheitssicherheit vor. Zudem wurde das Engagement des UKW im Bereich der Katastrophenmedizin und die erfolgreiche Etablierung der Teleintensivmedizin im Freistaat hervorgehoben.

UKW trainiert für den Katastrophenfall

Das UKW bereitet sich durch regelmäßige Übungen auf Katastrophenfälle vor. Erst im vergangenen Februar fand eine Übung mit der Bundeswehr statt, bei der die Versorgung von kontaminierten Patienten in der Klinik für Nuklearmedizin simuliert wurde. In Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Würzburg wurden dabei auch die Abläufe einer Dekontamination trainiert.

Prof. Dr. Thomas Wurmb, Leiter der Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin am UKW, stellte das Wahlfach „Katastrophenmedizin“ vor, das im vergangenen Wintersemester für Medizinstudierende eingeführt wurde. Hier lernen Studierende, wie sie in Krisensituationen schnell und effektiv handeln können, um lebensrettende Maßnahmen einzuleiten.

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Teleintensivmedizin für eine bessere Versorgung

Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs war die Teleintensivmedizin. Am UKW wurde der mobile Teleintensivwagen entwickelt, der in Partnerkrankenhäusern zum Einsatz kommt. Dieser Wagen ermöglicht es den Ärzten des UKW, sich per Zoom in die Visite einzuschalten und die Partnerkrankenhäuser umfassend zu beraten. Der Teleintensivwagen, der vom Freistaat Bayern gefördert wurde, ist inzwischen an allen sechs bayerischen Unikliniken im Einsatz.

Prof. Dr. Patrick Meybohm, Klinikdirektor für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, betonte, dass eine solche telemedizinische Kooperation auch in Krisen und Katastrophen einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung einer hochwertigen intensivmedizinischen Versorgung leistet. Das UKW ist bereits mit acht umliegenden Krankenhäusern telemedizinisch vernetzt.

Der stellvertretende Ärztliche Direktor des UKW, Prof. Dr. Ralf-Ingo Ernestus, zeigte sich erfreut über den Besuch der Ministerin und betonte, dass die Koordination regionaler Netzwerke und die Versorgung in Krisensituationen wesentliche Aufgaben der Universitätsmedizin seien.

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