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Hilfe in schweren Zeiten: Johanniter gründen „Lacrima“ für trauernde Kinder in Unterfranken

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WÜRZBURG – Wenn ein Elternteil oder ein Geschwisterkind stirbt, bricht für junge Menschen eine Welt zusammen. Um von diesem Schicksalsschlag betroffene Familien in der Region künftig besser aufzufangen, bauen die Würzburger Johanniter derzeit das Unterstützungsprojekt „Lacrima“ (lateinisch für Träne) auf. Das neue Angebot soll Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen geschützten Raum bieten, um den Verlust eines nahestehenden Menschen zu verarbeiten.

Geleitet wird der neue Lacrima-Standort von Jule Leibold. Sie begleitet seit Mitte März 2026 den Aufbau der Strukturen und bereitet die altersgerechte Trauerbegleitung in Unterfranken vor.

Kinder trauern anders als Erwachsene

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„Kinder trauern anders als Erwachsene. Ihre Reaktionen sind sehr individuell und werden im Alltag häufig unterschätzt oder übersehen“, erklärt Jule Leibold. Während Erwachsene oft in langanhaltende Niedergeschlagenheit verfallen, springen Kinder häufiger zwischen tiefer Trauer und unbeschwertem Spiel hin und her – Experten sprechen hierbei auch von „Pfützenspringen“ in der Trauer.

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Genau hier setzt das Projekt an: Es schafft ein Umfeld, in dem alle Gefühle ohne Bewertung zugelassen werden dürfen und die Trauer auf ganz eigene, kreative Weise durchlebt werden kann. Da das Thema Tod und Trauer in der Gesellschaft – insbesondere wenn junge Menschen betroffen sind – nach wie vor oft tabuisiert wird, wollen die Johanniter ein klares Zeichen setzen: Trauer gehört zum Leben dazu und braucht verlässliche Begleitung.


Aufbau läuft: Ehrenamtliche Helfer ab sofort gesucht

Hinter den Kulissen wird derzeit intensiv am Fundament des neuen Standorts gearbeitet. Neben der Vorbereitung geeigneter Räumlichkeiten und der Konzeption von Gruppenangeboten steht die Gewinnung von Personal im Fokus. Da das Angebot für die betroffenen Familien langfristig stabil, einfühlsam und vor allem niedrigschwellig kostenfrei bleiben soll, ist das Projekt maßgeblich auf freiwillige Unterstützung angewiesen.

Gesucht werden Menschen mit:

  • Großer Empathie und Offenheit

  • Ausgeprägter Teamfähigkeit

  • Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

  • Der Bereitschaft, sich unvoreingenommen auf die Perspektiven junger Menschen einzulassen

Wer sich für eine sinnstiftende ehrenamtliche Aufgabe in der Trauerbegleitung interessiert und Teil des neuen Lacrima-Teams werden möchte, kann sich ab sofort direkt mit den Johannitern in Würzburg in Verbindung setzen.

Kontakt & Information:

Interessierte Bürgerinnen und Bürger finden alle Kontaktdaten für eine erste Kontaktaufnahme online auf den Kanälen der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. Regionalverband Unterfranken.


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