NA-Familie & Gesundheit

Brückenschlag zwischen Medizin und Glaube: Seelsorger für den Umgang mit Demenz geschult

ANZEIGE
Eisgeliebt

WÜRZBURG – Wie kommuniziert man wertschätzend mit Menschen, deren Erinnerungen verblassen? Um diese zentrale Frage zu klären, führte Verena Schmidt, Demenzbeauftragte des Uniklinikums Würzburg (UKW), in diesem Frühjahr zwei spezialisierte Schulungen für Seelsorgende durch. Das Ziel: Ein praxisnaher und sensibler Umgang mit kognitiv veränderten Patientinnen und Patienten.

Sowohl angehende Priester und Pastoralreferenten als auch erfahrene Altenheimseelsorger nutzten die Fortbildung, um ihre Kompetenzen in der Begleitung von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen zu vertiefen.

Wertschätzung im Fokus der Ausbildung

ANZEIGEN
Volksfest 2026
Rowdy-River Raf-Race

Im Zentrum der ersten Veranstaltung standen sechs Nachwuchskräfte der Bistümer Würzburg und Speyer, die derzeit ihr Praktikum am UKW absolvieren. In der 90-minütigen Schulung ging es um weit mehr als medizinisches Grundwissen zu Demenzformen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den speziellen Bedürfnissen im Rahmen der religiösen Betreuung.

Das könnte Dich auch interessieren:

Barbecue-Messer von Paul Adrian adeln das Grillgut

Ob Fisch, Fleisch, Gemüse oder Brot – ein perfekt zubereitetes Grillgericht verdient eine ebenso leidenschaftliche Vorbereitung und Präsentation. Mit den meisterhaft gefertigten Barbecue-Messern der Solinger Manufaktur PAUL ADRIAN wird das Tranchieren und Anrichten zu einem Teil des kulinarischen Ge

ANZEIGE

Verena Schmidt betonte die Rolle der Seelsorge als zentrale Gesprächspartner im Klinikalltag: „Die Sicht auf die Bedürfnisse unserer Patienten muss immer wieder neu definiert werden – angepasst an die Besonderheiten der Versorgenden und der Empfangenden.“ Peter Kees, Leiter des katholischen UKW-Seelsorgeteams, ergänzte, dass das Thema Demenz den jungen Kollegen auch in ihrer späteren Arbeit in den Pfarreien ständig begegnen werde.

Seelsorge als Bindeglied zwischen Klinik und Alltag

Eine zweite, dreistündige Fortbildung richtete sich an externe Fachkräfte der evangelischen Altenheimseelsorge. Unter der Leitung von Diakon Kai-Uwe Starke diskutierten die Teilnehmer über die Rolle der Kirche im Sozialraum.

Wichtige Erkenntnisse der Schulung waren:

  • Kommunikationswege: Wie erreicht man Menschen mit Demenz auf emotionaler Ebene?

  • Entlastung für Angehörige: Die Seelsorge fungiert oft als neutrales Bindeglied und bietet einen geschützten Raum für Gespräche.

  • Netzwerkarbeit: Die Zusammenarbeit zwischen Klinikpersonal und Seelsorge soll intensiviert werden, um Angehörige im Versorgungsprozess „sichtbarer“ zu machen.

Diakon Starke zog ein positives Fazit: Das Wissen um den aktuellen Stand der Medizin und die Kommunikationsempfehlungen bereichere die tägliche Arbeit in den Heimen und im Quartier enorm. Auch für die Demenzbeauftragte Verena Schmidt lieferte der Austausch wertvolle Impulse für die weitere Vernetzung innerhalb des Krankenhauses.


ANZEIGE
Naturfreundehaus
Alle Angaben ohne Gewähr!
Fotos sind ggf. beispielhafte Symbolbilder!
Kommentare von Lesern stellen keinesfalls die Meinung der Redaktion dar!

Pixel ALLE Seiten (Stand 21.04.26)