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Azubis könnten für 31,50 Euro „Öffis fahren“ – NGG fordert 50 Prozent-Modell

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SCHWEINFURT STADT UND LANDKREIS – Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Unterfranken macht sich für eine deutliche finanzielle Entlastung der rund 2.370 Auszubildenden in Schweinfurt stark und fordert die Einführung eines 50-Prozent-Modells beim Deutschland-Ticket. Konkret sollen die monatlichen Fahrtkosten für Azubis auf 31,50 Euro halbiert werden. Da der Preis für das Deutschland-Ticket zum Jahreswechsel auf 63 Euro gestiegen ist, reicht die aktuelle Unterstützung durch das Land Bayern in Höhe von 20 Euro nicht mehr aus, um das Ticket für junge Menschen erschwinglich zu halten – die Kosten belaufen sich derzeit trotz Förderung auf 43 Euro pro Monat.

Um die Mobilität für den Weg zum Ausbildungsplatz und zur Berufsschule sicherzustellen, nimmt NGG-Geschäftsführer Ibo Ocak nun die Arbeitgeber in die Pflicht. Sein Vorschlag orientiert sich am Vorbild Niedersachsens: Wenn die Betriebe zusätzlich zur staatlichen Förderung einen monatlichen Zuschuss von 11,50 Euro leisten, würde sich der Preis für die Auszubildenden auf die angestrebte Hälfte des regulären Preises reduzieren. Laut Ocak wäre dies ein fairer „Mobil-Deal“, da Arbeitgeber in Niedersachsen sogar 15,75 Euro beisteuern müssen, um das dortige Halber-Preis-Modell zu realisieren.

Die Gewerkschaft weist darauf hin, dass in tarifgebundenen Branchen wie der bayerischen Milch- und Brauwirtschaft oder im Gastgewerbe bereits ähnliche Erfolge erzielt wurden, bei denen Arbeitgeber einen Großteil der Fahrtkosten übernehmen. Ziel der aktuellen Initiative ist es jedoch, diese Vorteile unabhängig von einer Tarifbindung auf alle Auszubildenden in Bayern auszuweiten. Ocak fordert daher die bayerische Staatsregierung auf, dem niedersächsischen Modell zu folgen und die Betriebe aktiv zur Unterstützung ihrer Nachwuchskräfte aufzurufen.

Ein günstiges Ticket wird von der NGG nicht nur als soziale Entlastung, sondern auch als wichtiges Argument im Wettbewerb um junge Fachkräfte gesehen. Gerade in einer Region wie Unterfranken, in der viele Auszubildende weite Pendelstrecken zurücklegen müssen, sei ein bezahlbarer öffentlicher Nahverkehr ein entscheidender Faktor für die Attraktivität einer Ausbildung. Die Gewerkschaft hofft nun auf eine rasche Umsetzung, damit das „Ticket zum halben Preis“ zeitnah auch in bayerischen Betrieben zum Standard wird.

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