Agentur für Arbeit Schweinfurt warnt vor Fachkräftelücke – Unternehmen sollen Ausbildungsplätze sichern

SCHWEINFURT – Die Agentur für Arbeit Schweinfurt appelliert an Unternehmen in der Region Main-Rhön, trotz der aktuell schwierigen konjunkturellen Lage weiterhin in die Ausbildung junger Menschen zu investieren. Hintergrund ist eine drohende Fachkräftelücke: In den kommenden fünf Jahren verliert die Region demografiebedingt voraussichtlich mehr als 90.000 Beschäftigte, während nur rund 70.000 Schülerinnen und Schüler die Schulen verlassen.
Selbst wenn alle Schulabgängerinnen und Schulabgänger dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stünden, würde damit eine Lücke von rund 20.000 Beschäftigten entstehen. Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt, warnt deshalb davor, Ausbildungsentscheidungen aufzuschieben.

„Verpassen Sie nicht die Chance auf eine gut ausgebildete Fachkraft von Morgen und melden Sie Ihre Ausbildungsstellen, auch schon für die nächsten Jahre, an das Original: Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit!“, so Paul.

Die Agentur für Arbeit bietet Unternehmen Beratung, Vermittlung und den direkten Kontakt zu Jugendlichen. Die Berufsberaterinnen und Berufsberater sind an Schulen präsent, kennen viele junge Menschen und können gezielt passende Bewerberinnen und Bewerber für Unternehmen ansprechen.
Auch gegenüber privaten Vermittlungsbörsen sieht die Arbeitsagentur Vorteile für Betriebe. Mit der Meldung ihrer Ausbildungsbedarfe erhalten Unternehmen verschiedene Unterstützungsangebote:
- Pre-Screening: Ausbildungsstellen können zunächst unveröffentlicht bleiben. Die Betriebe erhalten gezielt ausgewählte Bewerbervorschläge der Berufsberatung und vermeiden eine Vielzahl unpassender Bewerbungen.
- Unterstützung während der Ausbildung: Möglich sind Förderungen wie die Einstiegsqualifizierung (EQ) oder die Assistierte Ausbildung (AsA flex).
- Sprachförderung: Die Agentur unterstützt bei der Kontaktaufnahme zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zur Organisation von Sprachunterricht für Auszubildende.
- Kontakt zu Jugendlichen: Unternehmen können an Berufswahlseminaren an Schulen teilnehmen oder sich am Projekt „BON – Berufsorientierungsnetzwerk“ beteiligen. Dabei lernen Betriebe potenzielle Auszubildende während mehrtägiger Praktika besser kennen.
Richard Paul betont abschließend die Bedeutung der dualen Ausbildung für die Region: „Die duale Ausbildung war in der Vergangenheit ein Garant für die wirtschaftliche Stärke und das Unternehmertum in der Region. Lassen Sie uns an diesem Erfolgsmodell festhalten und investieren Sie mit der Ausbildung in eine sichere und lebenswerte Zukunft!“

Alle Angaben ohne Gewähr!
Fotos sind ggf. beispielhafte Symbolbilder!
Kommentare von Lesern stellen keinesfalls die Meinung der Redaktion dar!


















