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Der Kommentar zum FC 05: Scholl, Schweinsteiger und Mintal – oder Trogen, Selbitz und Kleinrinderfeld

Depro Ronan Keating

Schweinfurt – Die Relegationszeit ist die schönste im Fußball. Rund zwei Wochen lang stehen selbst unterklassigste Fußballteams im Fokus, pendeln sich Zuschauerzahlen nicht selten bei der 1000er Marke ein. Auf Dorfplätzen, wo sonst im November teilweise keine 30 Anhänger mehr frieren wollen, verkaufen die Gastgeber hunderte Bratwürste und literweise Bier. Nun endet leider die Zeit der Entscheidungsspiele so langsam wieder. Allerdings mit einem späten, echten Highlight: Der FC Schweinfurt 05 hat es am Mittwochabend in der Hand, braucht nach der durchwachsenen Saison „nur“ noch einen einzigen Sieg über den FC Augsburg II – und könnte dann den Aufstieg in die Regionalliga feiern.

Wenn rund 1500 Menschen bereit sind, sich in Münnerstadt den Kick der Euerbacher gegen Herbstadt anzuschauen, dann müssten nun doch eigentlich die Schnüdel die Massen mobilisieren können. Klar, Mitwoch um 18.30 Uhr ist nicht die idealste Anstoßzeit (ein spätes Flutlichtmatch oder der Feiertagstermin ließen sich nicht realisieren). Der Volksfestplatz steht als Parkraum nicht zur Verfügung und es könnte ja auch regnen. Im Erfinden von Ausreden sind die Leute ja oft große Klasse. Doch diesen Sonntag regnete es auch, gab es rund um den Sportplatz in Forst kaum Parkplätze – und trotzdem schauten rund 1000 Fans zu, als Euerbach gegen Eltmann gewann. Weitaus mehr Ausstrahlungskraft besitzt der FC 05 – und deshalb sollten doch zumindest mal wieder um die 3000 Zuschauer ins altehrwürdige Willy-Sachs-Stadion pilgern. Mit finalen Spielen, bei denen „nur“ noch ein Sieg notwendig ist, haben die Schnüdel zwar schlechte Erfahrungen gemacht. Siehe vor vier Jahren Neumarkt und das 0:3 gegen Rain oder vor drei Spielzeiten die Heimniederlage gegen Ingolstadt II, als ein Dreier gereicht hätte für den Klassenerhalt. Doch seit 2010 steht der Sieg von Weismain gegen Ansbach, verbunden mit dem Aufstieg in die Bayernliga. Grün-Weiß kann es also – und bei entsprechender Unterstützung sollte es am Mittwoch auch hinhauen. Die zusätzliche Kraft, sie kann durchaus auch von den Rängen kommen.

Und mal ehrlich: Eigentlich ist es nun auch höchst notwendig, dass die Schweinfurter den Aufstieg schaffen. Die Würzburger Kickers werden nun fast sicher in die Regionalliga einziehen. Spätestens dann, wenn auch der Würzburger FV gegen Heimstetten den Sprung schafft, gibt es außer vielleicht den Derbys gegen Sand, Aubstadt oder Großbardorf wenig Argumente dafür, die künftige Bayernliga Nord attraktiv zu finden. Trogen, Selbitz oder Kleinrinderfeld als Gast werden kaum Zuschauer ins Stadion locken. Dagegen warten eine Etage höher auch Hof, Bamberg oder Aschaffenburg, reizt mit dem FV Illertissen ein nie dagewesener Gegner und natürlich auch die Gastspiele von Bayern München II oder Nürnberg II. Beim Club spielt künftig Marek Mintal, die Bayern coacht Mehmet Scholl, auflaufen wird mit Tobias Schweinsteiger ein prominenter Name. Das dürfte in Schweinfurt die Massen mobilisieren. Also bitte am Mittwoch gewinnen, ihr Schnüdel!

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Michael Horling

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