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Der „Fluch von Neumarkt“ ist locker besiegt: Zu spät ankommende Schlachtenbummler verhinderten beim 4:0 der Schnüdel ein Geisterspiel

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NEUMARKT / SCHWEINFURT – Wenn es sowas gab wie den „Fluch von Neumarkt“, so ist er seit Samstag definitiv verpufft. Das 0:3 im Relegationsspiel gegen Rain anno 2008 mag dem ein oder anderen Schnüdel wieder gegenwärtig gewesen sein beim Betreten des Stadions am Deininger Weg. Mit einem überdeutlichen 4:0 aber gegen völlig überforderte Gastgeber machte der FC 05 klar, dass er auf diesem Gelände deshalb keinen Knacks für die Ewigkeit bekam. Dank des 2:2 parallel im Spitzenspiel zwischen Forchheim und Amberg rückten die Schweinfurter dem Tabellenführer, Neumarkts Nachbarn aus der Oberpfalz, bis auf einen Zähler nahe.

„Wir wollten Geduld haben. Die hatten wir auch – und dann haben wir alle unsere Qualitäten heruntergespielt bei einem nie gefährdeten Sieg“, brauchte FC-Trainer Gerd Klaus gerade mal 21 Worte, um 90 einseitige Minuten auf den Punkt zu bringen. 30 Minuten lang spielten sich die Gäste warm, dann schlugen sie vor der Pause doppelt und gleich nach dem Seitenwechsel ein drittes Mal alles entscheidend zu. „Wir waren heute einfach zu gut und haben die Tore genau zum richtigen Zeitpunkt gemacht“, analysierte Klaus ebenso treffend.

Das Ganze alles zehn Minuten nach dem Zeitplan. Denn als die Partie an sich um 15 Uhr hätte angepfiffen werden sollen, da tummelten sich vielleicht gerade mal 50 Zuschauer auf der durchaus schönen Anlage. Der Schweinfurter Fanbus steckte auf der Autobahn fest. Also wurde flugs der Anstoß verschoben, schwenkten die Grün-Weißen rechtzeitig zum Einlauf ihre Fahnen und sorgten mit Dauergesängen für eindeutig ein Heimspiel. „Die sind ja gar nicht so schlimm….“, fragte ein lokaler Medienvertreter rätselnd und wohl in Erwartung einiger Verwüstungen seitens der unterfränkischen Anhänger. Warum die nach den 90 Minuten trotzdem einige Zeit von der Polizei im Block eingesperrt wurden, wird wohl für immer ein Geheimnis der Einsatzkräfte bleiben.

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So trostlos, wie die Kulisse der Hausheren war, so bieder gestaltete sich auch deren Spiel. „Wir waren mit und ohne Ball unterlegen. Das Tabellenbild hat die Partie widergespiegelt. Man hat einen deutlichen Unterschied gesehen. Nach dem 0:2 war das Spiel gelaufen, nach dem 0:3 ohnehin“, gab ASV-Coach Erich Hock zu. Beim 0:2, als Peter Heyer auf Eray Cadiroglu zurück passte, soll der Schweinfurter zuvor im Abseits gestanden haben. Vor dem 0:4, als Heyer herrlich auf Florian Hetzel ablegte, traf Thomas Ennich lediglich den Pfosten. Diese Szenen wollte der 71-Jährige noch angemerkt wissen. Ohne damit aber am Resultat Zweifel anzumelden.

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„Peter hat drei Tore aufgelegt, das war wichtig“, lobte Gerd Klaus Stürmer Heyer auch für dessen Pass auf Daniel Mache vor dem 0:3. Mache flankte zuvor auf Erkan Esen beim Führungstor. Die vier Treffer waren eindeutig die Höhepunkte einer Partie, die es nächste Saison eigentlich nicht mehr geben sollte. „Ich weiß nicht, ob die Neumarkter absteigen. Dafür sind sie vielleicht doch zu gut“, will Gerd Klaus den Oberpfälzern die Bayernliga-Tauglichkeit nicht unbedingt absprechen. Doch die Schnüdel möchten freilich in die Regionalliga und nächste Saison lieber ins 17 Kilometer von Neumarkt entfernte Seligenporten reisen.

Das Nachbarduell stand unlängst im Pokal an und zog immerhin rund 600 Fans an. Der Fußballalltag freilich gestaltete sich trist und traurig in der immerhin 40.000 Einwohner-Stadt Neumarkt. Zehn Vereine treten in Konkurrenz, keiner der anderen neun gönnt dem ASV die Vormachtstellung. Und so erklären sich dann auch die 38 zahlenden Zuschauer zu Erich Hocks Einstand letzte Saison. Der Trainer-Rentner saß vor etwas mehr als zwei Jahren in Schwabach auf der Eichstätter Bank, als der FC 05 nur knapp das Relegationsspiel gewann. Und viel früher schon führte Hock den FC Beilngries in die Landesliga Mitte, um nach dem Aufstieg aus beruflichen Gründen aufzuhören. Kurios: Damals kam als sein Nachfolger Gerd Klaus und begann vor mehr als zehn Jahren seine Trainerkarriere. Allerdings ziemlich erfolglos mit einer schnellen Trennung, ehe er in Seligenporten und Erlangen jeweils lange Jahre tätig war.

Wladimir Slintchenko dirigierte nach dem fünften Match der Schnüdel in Serie ohne Gegentor die Fans. „Wir steigen auf und ihr steigt ab“, sangen die zuvor und beschimpften wie immer eigentlich die Würzburger Kickers und Bayern Hof, gegen die man aber nächste Saison unbedingt wieder spielen möchte. Um solch trostlose Kulissen wie am Samstagnachmittag zu vermeiden.

In Aubstadt verfolgten zeitgleich rund 1200 Zuschauer das 2:2 im Grabfeld-Derby gegen Großbardorf. So viele Fans werden kommenden Freitag wohl nicht den FC 05 anfeuern beim Flutlicht-Heimspiel gegen Amerthal. Das findet vier Tage nach der Jahreshauptversammlung am Montag auch auf Wunsch der Gäste schon am Abend statt, auch wenn die Schnüdel letztlich doch gerne dem ersten Oberliga-Heimspiel der Mighty Dogs zeitgleich im Icedome aus dem Weg gegangen wären. Auch eine zeitliche Vorverlegung ließ sich nicht realisieren, weil die Gäste aus der Oberpfalz berufliche verpflichtete Spieler haben und nicht eher anreisen können.

Fußball-Bayernliga Nord: ASV Neumarkt – FC Schweinfurt 05: 0:4 (0:2)
Neumarkt: Andrei Urai – Michele Rinchiuso, Markus Sill, Patrick Harmel (ab 45. Thomas Ennich), Jörg Schlierf, Arthur Luft (ab 46. Armin Binder), Daniel Schneider, Andreas Endlein, Alexander Lang, Christian Schrödl (ab 77. Christian Blaser), Thomas Mayer,
Schweinfurt: Christopher Pfeiffer – Benjamin Demel (ab 53. Wladimir Slintchenko), Stefan Seufert (ab 53. Michael Kraus), Daniel Mache, Eray Cadirogli, Michael Krämer, Florian Hetzel, Erkan Esen, Peter Heyer, Bastian Lunz (ab 67. Furkan Uysal), Sebastian Kneißl.
Schiedsrichter: Michael Freund (Perlesreut).
Tore: 0:1 (31.) Erkan Esen, 0:2 (34.) Eray Cadiroglu, 0:3 (50.) Daniel Mache, 0:4 (83.) Florian Hetzel.
Zuschauer: 160 (davon mindestens 70 aus Schweinfurt).

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