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Endlich der erste Auswärtssieg für den FC 05 bei allerdings finanziell am Boden liegenden Erlangern

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Erlangen / Schweinfurt – Irgendwie war´s ein komischer Freitagabend im Erlanger Stadtteil Bruck. Angesichts der Vorkommnisse am Tag zuvor bei den Mittelfranken (siehe weiter unten) scheint für die Gastgeber die Regionalliga in weiter Ferne zu sein. Daher klappte fast nichts bei den Hausherren, dafür kam der FC Schweinfurt 05 zu einem scheinbar lockeren 3:0, dem ersten Auswärtssieg überhaupt in dieser Saison. Danach trennten „nur“ noch zehn Punkte die Schnüdel vom Neunten und letzten direkten Quali-Platz zur Regionalliga. Eben noch Neunter am Freitagabend: Die Erlanger, deren Zukunft offen ist, die womöglich gar Insolvenz anmelden müssen. Dann wiederum müssten die Schweinfurter freilich um alle sechs gewonnen Punkte bangen.

Torlos blieb die erste Halbzeit, in der die Gäste frühzeitig den verletzten Daniel Mache durch Wojtek Droszcz ersetzten. Innenverteidiger Wladimir Slintchenko war gleich gar nicht in Bord, muss nach der Partie in Hof nach einem Muskelfaserris länger aussetzen. Mit Benjamin Demel wanderte der in der Grünen Au so unglücklich agierende Kapitän vor den Augen des künftigen Trainers Gerd Klaus auf die Bank. Mirza Mekic und Florian Hetzel bildeten das neue Innenverteidiger-Gespann, André Schmitt rückte in die Startformation. Nach dem Seitenwechsel zahlte sich das alles aus: Erkan Esen schoss den FC 05 schnell in Führung, Timo Pitter baute den Vorsprung nach rund einer Stunde auf 2:0 aus und schoss ebenfalls per Konter zum Finale das alles entscheidene Tor.

Bloß: Wie wertvoll ist das alles? Die Geisterkulisse von gerade mal 200 Zuschauern, darunter nur ein paar Hand voll Schweinfurter Fans, signalisierte es schon irgendwie: In Erlangen spielt der Fußball kaum eine Rolle. Die Schnüdel agierten zwar ordentlich, zudem weitestgehend fehlerfrei, anders noch als beim eher blamablen Auftritt sechs Tage zuvor in Hof. Doch bei den Bruckern scheint die Luft raus zu sein. FSV-Präsident Manfred Hopfengärtner dementierte zwar eine anstehende Insolvenz. Am Abend zuvor aber wurden er und seine Vorstandskollegen bei der abgebrochenen Mitgliederversammlung nicht entlastet. Niemand weiß, wie es mit dem Verein weitergeht. Die Regionalliga scheint vor allem aus wirtschaftlicher Sicht unerreichbar zu sein.

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Dabei erinnert die Situation in Erlangen an vergangene Tage und Geschichten rund um den FC 05: Die finanziell angeschlagenen Mittelfranken stützten all ihre Hoffnungen anscheinend auf einen „Sponsor vom Starnberg“, der zudem ein Nachwuchsleistungszentrum finanzieren wollte. Über eine Million sollte fließen, doch Hopfengärtner stand anscheinend lediglich per E-Mail und Telefon mit dem Mann in Kontakt, wurde dem Vernehmen nach immer wieder durch Ausreden vertröstet und gab an, dass er ihn zuletzt gar nicht mehr erreichte. Klingt wie die einstige Geschichte in Schweinfurt mit dem Sponsor und dem verschwundenen Geldkoffer mit den Millionen…. In Erlangen sind Sozialversicherungsbeiträge offen, die Rede ist von rund 200.000 Euro, die der Verein bis Sommer aufbringen muss. Vorstand Hopfengärtner wurde wegen Mängel bei der Buchführung nicht entlastet. Der Verein soll seit Monaten bei den Spielern in Zahlungsrückstand stehen, von 40.000 offenen Euro ist die Rede. Man versteift sich darauf, dass das Vereinsgelände einigen Wert hat. Liquide aber ist man nicht, einen Insolventantrag will man trotzdem vorerst nicht stellen. Aber einen Lizenz für die Regionalliga – die wird es unter diesen Voraussetzungen gewiss nicht geben. Anscheinend will man sie auch gar nicht mehr beantragen.

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Gut womöglich für den FC 05? Sollten vielleicht auch Vereine wie Seligenporten oder Eltersdorf sich letztlich den Aufstieg in die Regionalliga nicht leisten können oder wollen, so könnte der direkte Sprung nach oben vielleicht noch ein Thema werden. Nächsten Samstag spielen die Schnüdel in Seligenporten. Mit einem Sieg dort könnte es dann sechs Partien vor Saisonende vielleicht nur noch eine Hand voll an Punkten und Rückstand sein….

Fußball-Bayernliga: FSV Erlangen-Bruck – FC Schweinfurt 05: 0:3 (0:0)
Schweinfurt: Oliver Scheufens – Eray Cadiroglu, Mirza Mekic, Florian Hetzel, André Schmitt, Fernando Ernesto, Erkan Esen, Daniel Mache (ab 35. Wojtek Droszcz), Stefan Seufert, Timo Pitter, Michael Kraus (ab 69. Cristian Dan).
Schiedsrichter: Stefan Stangl (Oberbeuren).
Zuschauer: 200 (davon 30 aus Schweinfurt).
Tore: 0:1 Erkan Esen (49.), 0:2, 0:3 Timo Pitter (61., 90.).

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