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Von Gleichstellung und Schrägschrauben: Vorsicht! Frau! IG Metall feiert den 101. internationalen Frauentag

Depro Ronan Keating

Schweinfurt – Proppevoll war die Kulturwerkstatt Disharmonie zum 101. internationalen Frauentag auf Einladung des IG Metall-Frauenteams. Über 100 Frauen und einige Männer kamen, um IGM-Vorstandsmitglied Christiane Benner zu hören und das anschließende Kabarett mit den Schrägschrauben zu genießen.

Eins vorneweg: Das Kommen lohnte sich allemal. Fundiert ging Benner auf die dringenden Fragen zur beruflichen und gesellschaftlichen Gleichstellung der Frau ein. Im Mittelpunkt dabei: der bestehende Lohnunterschied von 23 % gegenüber den Männern in der Bundesrepublik. Benner: „Einerseits erklären sich die Unterschiede aus der Tatsache, dass Frauen in schlechter bezahlten Berufen oder Branchen arbeiten als Männer. In typischen traditionellen Frauenberufen eben, wie die sozialen Berufe im Gesundheitswesen oder den Dienstleistungsberufen im Handel.“ Die 44jährige machte aber auch unterschiedliche Bezahlung von Männern und Frauen in der Metallindustrie bei gleicher Qualifikation und Leistung aus. Nach einer aktuellen Untersuchung verdienten beispielsweise Absolventinnen technischer und wissenschaftlicher Studiengänge schon beim Berufsstart zehn Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Zwar schlössen Tarifverträge die Diskriminierung grundsätzlich aus, doch die Unternehmen pflegten weiter die Unterschiedlichkeit.

Gleichzeitig seien Frauen immer noch einseitig für die Familienorganisation, die Kinderbetreuung und den Haushalt zuständig. Die Konsequenz daraus: Frauen arbeiteten wesentlich häufiger Teilzeit, seien vielfach in 400 Euro-Jobs tätig, die keine Karrierechancen böten. Um Frauen überhaupt die Chance zu geben, ihre beruflichen Perspektiven zu verbessern, forderte Christiane Benner mehr Kinderbetreuungsplätze, um Beruf und Familie vereinbaren zu können. Weiterhin ist ihr und der IG Metall die Frauenquote in den Vorstandsetagen der Unternehmen wichtig: „Wenn wir oben in der Hierarchie keine Verbesserungen durchsetzen, werden die Unternehmen auch nicht anfangen, Frauen auf den unteren Ebenen zu fördern.“ Laut Benner will die IG Metall eine 30%ige Frauen-Vorstandsquote bis 2018 einführen, weil sich in den letzten 10 Jahren nichts verbessert hat, obwohl die Arbeitgeber eine freiwillige Selbstverpflichtung abgaben. Für die IG Metall gebe es drei Schwerpunkte zur Gleichstellung von Frauen: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Entgeltgerechtigkeit und Chancengleichheit.

Mezger

Nach der 45minütigen Rede von Christiane Benner, einer konzentrierten Diskussion und einer nötigen Lüftungspause in der überfüllten Disharmonie, begrüßte Gewerkschaftssekretärin Barbara Resch die Schrägschrauben. Die beiden Schwestern nahmen, unterstützt von zwei ausgezeichneten Musikern, zunächst den Mann als solches zum Gegenstand ironisch-treffender Häme. Ob Körpergeruch, Fernsehsucht, Bierbauch oder der Jogginganzug als Männer-Kleidungsstück-Nummer 1. Die Schrägschrauben setzten ihre Pointen so gekonnt, dass auch die anwesenden Männer kräftig mitlachen konnten. Freilich blieb auch das weibliche Geschlecht von Spott nicht verschont. Dabei stand Schlankheitswahn ganz oben auf der Verrissliste.
Großartig, die Gesangseinlagen der Schrägschrauben und die Einbindung des Publikums, das so zum Programmteil wurde.

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Unter dem Strich darf „mann“ dem Abend das Prädikat „besonders wertvoll“ verleihen. Inhaltsvoll, witzig, unterhaltsam. Das IG Metall-Frauenteam hat ganze Arbeit geleistet!

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