LokalesPolitikBusinessSlider

ver.di Bayern setzt Streik zunächst aus: Vorerst wieder Betrieb bei den Wasser- und Schifffahrtsämtern

SCHWEINFURT – Nachdem die Beschäftigten des Wasser- und Schifffahrtsamtes Regensburg (regionaler Zuständigkeitsbereich Donau) schon am heutigen Tag die Arbeit wieder aufgenommen haben, folgen morgen die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsämter in Aschaffenburg, Schweinfurt und Nürnberg (regional zuständig für Main-Donau-Kanal und Main). „Nach diesen ersten Tagen der Streiks wollen wir den Arbeitgebern die Gelegenheit geben, ihre bisherige Verweigerungshaltung zu überdenken und ohne Vorbedingungen an den Verhandlungstisch zurückzukehren“, so Norbert Flach, stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di Bayern.

Nach Aussagen des Gewerkschafters waren die Arbeitsniederlegungen im Bereich der ehemaligen Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd sehr erfolgreich. „Die meisten der Beschäftigten haben sich an den Aktionen beteiligt“, berichtete Flach. Die Folge war, dass der Schiffsverkehr weitgehend zum Erliegen gekommen sei, am Dienstag lagen 76 Schiffe allein am Main fest. „Es geht uns aber gar nicht darum, die Schifffahrt zu treffen. Verantwortlich für dieses Desaster und deshalb im Fokus ist Bundesverkehrsminister Ramsauer, der nicht bereit ist, mit uns den notwendigen Tarifvertrag zu verhandeln und abzuschließen“, stellte Flach klar. Deshalb müsse auch in den nächsten Tagen und Wochen mit weiteren Behinderungen gerechnet werden, wenn das Ministerium weiterhin keine Verhandlungen aufnehme. „Wir werden kurzfristig über weitere Streiks entscheiden“, so Norbert Flach.

Hintergrund: Die Spitze des Ministeriums hat eine Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung beschlossen, die die bisher bewährte regionale Struktur zerschlagen und mehr als 2.500 Arbeitsplätze gefährden wird. Ganze Ämter stehen damit vor der möglichen Auflösung oder Zerschlagung. ver.di fordert von den Arbeitgebern für die betroffenen ArbeitnehmerInnen einen Schutztarifvertrag, um z.B. betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen und die Rahmenbedingungen für diesen Anpassungsprozess zu gestalten. Das Ministerium ist bisher lediglich zu einseitigen, jederzeit widerrufbaren Erklärungen bereit.



Newsallianz ist ein Produkt der 2fly4 Entertainment
Alle Angaben ohne Gewähr!
Fotos sind ggf. beispielhafte Symbolbilder!
Kommentare von Lesern stellen keinesfalls die Meinung der Redaktion dar!

Schreibe einen Kommentar

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
Pixel ALLE Seiten