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EinStückLand: Erst verkaufen, dann schlachten.

Nachhaltiger, regionaler und fairer Fleischkonsum mit Crowdbutching

Hochwertiges, zartes Fleisch mit natürlichem und bestem Geschmack: Was eigentlich jeder Fleischesser möchte, bietet EinStückLand deutschlandweit ganz einfach an. Auf dem Online-Marktplatz haben die Kunden die Auswahl zwischen verschiedenen Fleischpaketen und erst wenn das komplette Tier verkauft ist, wird es zur Schlachtung abgeholt.

So wird nichts von dem wertvollen Fleisch verschwendet oder sogar weggeschmissen. „Crowdbutching“ nennt sich das Konzept, in dessen Mittelpunkt die artgerechte Aufzucht der Tiere, kurze Wege und bewusster Fleischkonsum stehen. „Wir finden es wichtig zu wissen, wo das Fleisch herkommt, das wir essen und möchten das auch unseren Kunden ermöglichen. Für uns bedeutet verantwortungsvoller Genuss auch, das ganze Tier zu verwerten“, erklärt Geschäftsführer Hinrich Carstensen. Die Idee zur Online-Plattform entstand durch Hinrichs Eltern, die seit vielen Jahren in Ostholstein Galloway Rinder züchten. „Die Herde meiner Eltern ist stetig gewachsen, und inzwischen haben sie zu viele Tiere um sie selbst zu vermarkten. Eine schwierige Lage, in der viele kleine Betriebe sind. Durch unseren Onlineshop helfen wir ihnen und bieten unseren Kunden gleichzeitig bestes Fleisch an, die sonst keinen Kontakt zu Landwirten haben.“, berichtet der Ostholsteiner. Denn: Warum aus weiter Ferne Lebensmittel beziehen, wenn doch die wahre Qualität direkt vor unserer Haustür lebt und wächst? Warum Tiere in riesigen Ställen halten, wenn es auch artgerecht geht?

Gemeinsam volle Transparenz
Auf der Internetseite von EinStückLand haben Kunden die Wahl zwischen verschiedenen Rind-, Schwein- oder Geflügelpaketen: Beim Galloway Rind sind es z.B. das Filet-Paket „Lina“ mit einer feinen Auswahl an Galloway-Stücken, wie z.B. Filet, Gulasch und Braten oder dem schmackhaften Hüftsteak-Paket „Hinrich“, das einen Galloway-Querschnitt aus u.a. Hüftsteak, Gulasch und Bratwürsten bietet. Ist die Entscheidung für ein Paket gefallen, zahlt der Kunde im Voraus und bekommt seine Auswahl einige Wochen später gekühlt geliefert. Per E-Mail wird er über den aktuellen Status auf dem Laufenden gehalten und weiß genau, wann das Tier komplett verkauft ist, wann es geschlachtet und ausgeliefert wird. Außerdem weiß er genau, woher das Tier stammt.

Wissen wo’s herkommt
Die Tiere stammen von kleinen regionalen Bauern, Züchtern und Landwirten aus dem Norden Deutschlands. Besonders wichtig ist EinStückLand die artgerechte Haltung und der respektvolle Umgang mit den Tieren. Die Landwirte betreiben eine Mutterkuhhaltung im Herdenverband, lassen die Schweine draußen laufen und haben neben dem natürlichen Gras immer bestes Futter. Die Kälber wachsen in Begleitung der Mutter auf und können sich, wie auch die Schweine, frei auf den großen Wiesen bewegen. Sie erhalten Futter aus natürlichen Erzeugnissen wie Silage, Heu, Stroh, Rübenschnitzel. Lina und Hinrich kennen jeden Landwirt persönlich und besuchen sie in regelmäßigen Abständen auf einen Schnack. Das Schlachten übernimmt eine regionale Metzgerei, die nur wenige Kilometer von den Landwirten entfernt ist. Kurze Wege bedeuten weniger Stress für das Tier. Beim Schlachter wird das Tier zerlegt, reift bis zu 21 Tage und wird dann deutschlandweit versendet.

Kompostierbare Verpackung
Die Zusammenarbeit mit kleinen regionalen Betrieben gehört zum genauso zum Konzept von EinStückLand wie der ökologische Aspekt der Verpackungen. Die Versandboxen sind von innen mit gepresstem Stroh verkleidet, das genauso gut isoliert wie Styropor, aber später auf den Kompost kommt oder als Winterschutz für die Balkonpflanzen genutzt werden kann.

Regional statt Bio!
EinStückLand sind die Landwirte wichtiger, die sich auch ohne Biosiegel liebevoll und leidenschaftlich um ihre Tiere kümmern. Die extensive Aufzucht ist zeitintensiv und kostspielig. Die Betreuung der Herde erfolgt stets im engen Kontakt mit den Landwirten. Für EinStückLand braucht es da kein Biosiegel. „Für unsere Landwirte und für uns sind „Massentierhaltung“ und „Tierquälerei“ Fremdwörter! Wir sind froh, dass wir so viele tolle Menschen unsere Partner nennen dürfen.“, erklärt Hinrich.

Esszimmer & Speisekammer
Wer EinStückLand selbst einmal besuchen möchte, ist dazu herzlich eingeladen: In Kayhude, eine knappe dreiviertel Stunde von Hamburg entfernt, haben Lina und Hinrich das „EinStückLand Esszimmer“ eröffnet, in dem sie ihren Gästen regionale und saisonale Speisen servieren. Und im Hofladen, der „Speisekammer“ können Kunden ausgewählte Produkte aus der Region Schleswig-Holsteins kaufen, die von kleinen Betrieben produziert und von den beiden selbst abgeholt wurden. Hier gibt es auch einzelne Fleischprodukte im Vakuumbeutel. Egal ob eine Rolle Hackfleisch oder eine Salami, alles kann je nach Verfügbarkeit einzeln gekauft werden.

Über die Gründer
Gegründet wurde EinStückLand im Jahr 2017 von Lina-Louisa Kypke und Hinrich Carstensen. Das Paar hat lange Zeit in Hamburg gewohnt und ist vor zwei Jahren zurück aufs Land gezogen, nach Schleswig-Holstein. Hinrich kommt hier gebürtig her und Lina hat hier bereits viel Zeit ihrer Kindheit verbracht. Das Prinzip ein ganzes Tier zu schlachten, das zwischen mehreren Familien geteilt wird, kennt er schon lange. Die Mission des Paars: Das Crowdbutching an Menschen heranzutragen, die sonst keinen Kontakt zu Landwirten haben.

Infos unter www.einstueckland.de

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