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Aufgeklärt: Ist Rohkost gut für den Darm?

Roh oder lieber gekocht? Was ist besser?

Grün und intensives rot, sattes lila und gelb, leuchtend schwarz und tiefblau – hier handelt es sich nicht um die Beschreibung eines Sets von Ölfarben, sondern um die farbliche Vielfalt von Obst und Gemüsesorten.

Sie sind zweifellos gesund und die berühmten 5 Portionen pro Tag gelten inzwischen als etablierte Ernährungsempfehlung. Doch ist Rohkost vollkommen gesund für den Darm? Wenn ja, in welchem Maße und für wen gilt das unter Umständen nicht?

Was bewirkt Rohkost im Darm?
Welch essenzielles Organ der menschliche Darm ist, weiß man in der Regel auch ohne selbst Internist zu sein. Ihn angemessen zu ernähren ist daher wichtig, empfohlen werden gemeinhin Obst, Getreidesorten, Gemüse und Vollkornprodukte. Rohkost spielt hier eine besondere Rolle: Durch den Verzicht auf Kochen, Garen, Braten oder Dünsten bleiben viel mehr Vitamine, Mineralien, Enzyme und andere wichtige Stoffe erhalten. Die Schale von Äpfeln und Birnen ist beispielsweise besonders reich an Vitamin C, Vitamin E und Provitamin A, bis zu 70 Prozent der Gesamtvitamine sind dort enthalten! Im Darm können so die Nährstoffe in größerer Menge extrahiert und verwertet werden.

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Der regelmäßige Verzehr von Rohkost regt zu dem den Stuhlgang an. Durch viele Fasern udn Ballaststoffe, die mit Flüssigkeit im Verdauungstrakt aufquellen, gewinnt der Stuhl an Volumen und kann so leichter und schneller ausgeschieden werden. Jeder Internist wird Ihnen daher bei leichten bis mäßigen Problemen mit dem Stuhlgang rohes Gemüse und Obst empfehlen. So wird die Eigenregulierung des Körpers auf natürliche Weise stimuliert.

Hat Rohkost überhaupt Nachteile für den Darm?
Menschen mit einem sehr sensiblen Darmsystem sollten hier vorsichtig sein und die Menge an Rohkost lediglich Schritt für Schritt erhöhen. Der Grund: Die vielen Fasern und Ballaststoffe sind im Rohzustand schwerer verdaulich und bereiten dem Darm so mehr Arbeit. Bei einigen Gemüse- und Obstsorten wie Hülsenfrüchten, Zwiebeln oder Pflaumen kann zudem mehr Luft in den Darm gelangen, Blähungen und Krämpfe können die Folge sein.

Um übermäßige Belastungen für Ihren Darm zu vermeiden und die Vorteile der Rohkost maximal zu nutzen, empfehlen sich folgende Maßnahmen:

  • ein intensives Kauen und Zerkleinern der Speisen ist bei Rohkost sehr wichtig
  • eine langsame Steigerung des Rohkostanteils an der Ernährung hilft bei der Umgewöhnung
  • Rohkost sollte maximal zwischen 50 und 70 Prozent der aufgenommenen Nahrung ausmachen
  • einige Gemüsesorten wie grüne Bohnen oder Kichererbsen sind als Rohkost nicht genießbar: Sie können in Magen und Darm Reizungen, Entzündungen und sogar Vergiftungserscheinungen hervorrufen

Fazit
Rohkost ist ein wichtiger Teil einer gesunden Ernährung und wird von Ärzten und Ernährungswissenschaftlern empfohlen. Ausnahmen wie grüne Bohnen, Kartoffel oder Reis sollten nie ungekocht verzehrt werden, um Vergiftungserscheinungen zu vermeiden. Ihre individuelle Verzehrmenge von Rohkost sollte sich an der Sensibilität Ihres Darmsystems orientieren. Ziehen Sie bei Fragen oder Auffälligkeiten Ihren Hausarzt hinzu und führen Sie Ihren Körper langsam an die neuen Speisen heran.

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